Fitch droht USA mit Entzug der Topnote „AAA“

London - Die Ratingagentur Fitch droht den USA mit dem Entzug der Topnote „AAA“. Der Verlust der Spitzen-Kreditwürdigkeit sei wahrscheinlich, wenn die weltgrößte Volkswirtschaft nicht rechtzeitig ihre Schuldenobergrenze anhebe.

Die Warnung formulierten die Bonitätsprüfer in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse. Die Aussetzung des gesetzlichen Schuldendeckels bis zum 19. Mai habe den Druck nur vorübergehend reduziert.

Trotz des andauernden Haushaltsstreits in den USA sieht Fitch hingegen kein akutes Abwertungsrisiko. Sollten die automatischen Budgetkürzungen am 1. März eintreten, werde dies nicht zwingend zu einer Rating-Abstufung führen, heißt es in dem Report. Allerdings könne das Vertrauen in den zur Verteidigung der Top-Bonität nötigen Defizitabbau weiter in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn keine Einigung über neue Sparmaßnahmen erzielt werde.

Wenn sich Demokraten und Republikaner nicht zügig auf einen gemeinsamen Kurs zur Defizitreduzierung verständigen, wird das Budget zum Monatswechsel mit der Rasenmähermethode gekürzt. Bis zum Ende des Haushaltsjahres am 30. September würden die Staatsausgaben um 85 Milliarden Dollar (65 Mrd Euro) beschnitten.

Die USA verfügen bei Fitch zwar noch über die Bestnote „AAA“, allerdings ist der Ausblick negativ. Bei der zweiten großen Ratingagentur Moody's sieht es genauso aus. Standard & Poor's hatte die Top-Kreditwürdigkeit bereits 2011 kassiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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