Fitch hat Nachsicht mit Euroländern

London - Angesichts des Wahlsiegs der pro-europäischen Konservativen in Griechenland will die Ratingagentur Fitch die Länder der Eurozone vorerst nicht kollektiv herabstufen. Doch Skepsis bleibt.

Der Sieg habe die unmittelbare Gefahr einer sofortiger Herabstufung anderer Länder der Eurozone zunächst beseitigt, schreibt Fitch in einem am Montag veröffentlichten Studie. Fitch hatte dies für den Fall eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion angedroht. Zudem würden auch die Ratings der Staaten der Eurozone nicht mit einem negativen Ausblick versehen.

Was machen Ratingagenturen eigentlich genau?

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Fitch äußerte sich jedoch skeptisch gegenüber der weiteren Entwicklung in Griechenland. Die Regierung sei schwach. Einer Sparpolitik und schmerzhaften strukturellen Reformen stehe eine starke Oppositionspartei Syriza gegenüber. Der Rückgang der Wirtschaftsaktivität dürfte sich laut Fitch noch beschleunigen.

Für die gesamte Eurozone würden die Risiken steigen, falls die europäischen Staats- und Regierungschefs sich nicht zu einem überzeugenden Plan einer weitergehenden fiskalischen und politischen Union bekennen würden. Notwendig seien auch weitere Vorkehrungen gegen Ansteckungsfahren. Ansonsten drohten weitere Herabstufungen.

dpa

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