Rating-Agentur droht sechs Euro-Ländern mit Herabstufung

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In der Fitch-Zentrale in New York sieht man noch kein Ende der Schuldenkrise.

London - Für die Rating-Agentur Fitch ist ein Lösung der Schuldenkrise nicht in Sicht. Spanien und Italien droht eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Auch andere EU-Länder kommen ins Schwitzen.

Für nicht ausreichend hält die Ratingagentur Fitch die Bemühungen der Euroländer gegen die Finanzkrise. Deshalb droht sie mehreren Staaten mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Wegen Problemen beim Abbau ihrer Schulden könne die Bonität unter anderem von Italien, Spanien, Irland und Belgien um ein oder zwei Stufen gesenkt werden, sagte der Leiter der Abteilung für Staatsanleihen, David Riley, am Dienstag.

Die Ratingagentur bewertet den Ausblick dieser Länder ebenso wie für Slowenien und Zypern derzeit als negativ. Ende Januar sollen die neuen Ratings veröffentlicht werden.

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Riley sagte weiter, die Finanzkrise werde sich wahrscheinlich verlängern und von Zeiten mit extremer Unbeständigkeit unterbrochen werden. Ohne den Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank sei zudem der Rettungsschirm EFSF “nicht glaubwürdig“. Er warnte davor, dass die Unzufriedenheit über die Auswirkungen der strengen Sparmaßnahmen zu politischer Instabilität führen könne. Diese gefährde möglicherweise eine Lösung der Krise.

Nach Ansicht der Ratingagentur wird Griechenland in den kommenden Monaten weiter im Zentrum der Krise stehen. Riley sagte, er sei dennoch zuversichtlich, dass das Land auch 2013 noch Mitglied der Eurozone sein werde. Er betonte, das Interesse des Markts konzentriere sich derzeit auf Italien. Das Land stehe an der “vordersten Front“ der Eurokrise. “Die Zukunft des Euros wird an den Toren Roms entschieden.“

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Italien hat zwar nur ein relativ geringes Haushaltsdefizit im Vergleich zur Wirtschaftsleistung, dafür aber mit 1,9 Billionen Euro sehr hohe Schulden. Die Ratingagentur schätzt, dass sich das Land allein in diesem Jahr bis zu 360 Milliarden Euro an den Märkten besorgen muss.

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti müsse Investoren deshalb davon überzeugen, dass das Land ein vernünftiges Sparkonzept habe, sagte Riley. Allerdings brauche es auch einen Plan für mehr Wirtschaftswachstum. Nur so könne das Verhältnis der Schulden zum Bruttoinlandsprodukt unter Kontrolle gehalten werden. Wegen des derzeit fehlenden finanziellen Schutzwalls sei es “sehr wahrscheinlich“, dass Fitch Italiens Kreditwürdigkeit von derzeit A+ herabstufen werde.

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