Nach Streik: Lufthansa im Plan - Ufo droht

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Der Streik der Flugbegleiter ist beendet.

Frankfurt/Main - Kaum haben sich Lufthansa und Flugbegleiter auf eine Schlichtung geeinigt, ist schon wieder Sabelrasseln zu hören. Die Gewerkschaft Ufo droht mit Durchhaltevermögen.

Einen Tag nach der Einigung auf eine Schlichtung im Tarifstreit mit der Lufthansa hat die Flugbegleitergewerkschaft Ufo ihre Kampfbereitschaft betont. „Wir haben 20 Jahre Mitgliedsbeiträge angespart“, sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Insofern könne die Gewerkschaft den Arbeitskampf „sehr lange“ durchhalten, sollte die am Freitag vereinbarte Schlichtung keine Lösung bringen.

Er forderte die Airline auf, die von der Gewerkschaft vorgelegten Vorschläge für Einsparungen zu prüfen. Mit diesen könne die Lufthansa acht Prozent oder 72 Millionen Euro Personalkosten jährlich einsparen. Darauf sollte der Vorstand eingehen, sagte er dem Magazin. Ein Lufthansa-Sprecher wollte dies am Samstag nicht kommentieren. „Wir konzentrieren uns auf das Schlichtungsverfahren“, sagte er.

Der dpa sagte Baublies am Samstag, er gehe zwar optimistisch in die kommenden Tage. „Es wird aber kein Selbstläufer“. Ein Knackpunkt könne das Tarifsystem bei der für das kommende Jahr erwarteten internen Billigtochter mit dem Arbeitstitel „Direct4U“ werden, über das parallel zur Schlichtung gesprochen werden soll.

Lufthansa und Ufo hatten sich am Freitag nach dem heftigsten Streik in der Geschichte der größten deutschen Fluggesellschaft auf eine Schlichtung geeinigt. Bis zum 12. September soll eine Vereinbarung über das Vorgehen in der Schlichtung vorliegen. Bis dahin hätten beide Parteien Stillschweigen vereinbart, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Bis Ende kommender Woche will man sich auch auf einen Schlichter verständigt haben.

Der eintägige Ausstand der Flugbegleiter war in der Nacht auf Samstag um Mitternacht beendet worden. Zuvor hatte die Lufthansa weit mehr als die Hälfte ihrer Flüge streichen müssen, mehr als 100 000 Reisende waren von dem Ausstand betroffen. Mittlerweile läuft der Flugbetrieb der Lufthansa aber wieder planmäßig. „Es ist Routine für einen Samstag“, sagte ein Sprecher.

In Frankfurt hätten in der Nacht auf Samstag keine Passagiere in den Terminals übernachten müssen. In Hotels seien einige hundert Hotelbetten organisiert worden. Dort seien Passagiere untergebracht worden, deren Flüge sich auf Samstagvormittag verspätet hätten. Dabei habe es sich vor allem um interkontinentale Flüge gehandelt. „Diese Passagiere sind mittlerweile alle wieder weg“, sagte der Sprecher. Bereits am Donnerstag seien vorsorglich 20 Flüge für den Samstag gestrichen worden, was zusätzlich Luft geschaffen habe.

Ein ähnliches Bild zeigte sich am zweiten Lufthansa-Drehkreuz in München. Hier wurden noch zwei Landungen und ein Start in der Folge des Streiks gestrichen. „Die streikbedingten Auswirkungen sind Geschichte“, sagte ein Sprecher. In Berlin konnten nach Angaben des Unternehmens am Samstag alle Verbindungen planmäßig angeboten werden.

dpa

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