Skandal um Insektizid

Fipronil-Eier in Nudeln und Kuchen? Foodwatch fordert Aufklärung

In Millionen von Eiern wurde eine zu hohe Dosis von Fipronil festgestellt. Nun fordert die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, das auch Produkte öffentlich genannt werden, in denen die Eier gelandet sein könnten.

Verbraucher sollen nach dem Willen von Foodwatch eindeutig darüber informiert werden, in welchen Nudeln, Kuchen oder Salaten mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier verarbeitet wurden. Die Behörden in Bund und Ländern müssten betroffene Unternehmen und Lebensmittel öffentlich benennen, sagte Lea Blanken von der Verbraucherorganisation der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe). Die Hersteller müssten die betroffenen Produkte zudem öffentlich zurückrufen.

"Es muss diesmal anders laufen als noch beim Pferdefleischskandal, als die Länderbehörden ihre Testergebnisse nur anonym veröffentlicht und die Produktnamen von Lebensmitteln verschwiegen haben, in denen sie nicht deklariertes Pferdefleisch nachgewiesen hatten", sagte Blanken. In mehreren Bundesländern werden derzeit Lebensmittel auf Fipronilbelastung hin überprüft. Das Insektizid könnte bei der Verarbeitung von Eiern beispielsweise in Nudeln oder Kuchen gelangt sein.

afp

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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