Frauen in der Chefetage: Deutsche Firmen schwach

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Frauen im Aufsichtsrat - wie Angelika Jah bei "Gruner + Jahr" sind in Deutschland selten.

Berlin/München - Die führenden deutschen Aktiengesellschaften liegen bei der Berufung von Frauen und Ausländern in ihre Aufsichtsräte weit hinter dem europäischen Durchschnitt zurück.

In Deutschland liegt die Anzahl ausländischer Aufsichtsratsmitglieder bei 11 Prozent, die zweitgeringste Quote in Europa, wo der Durchschnitt bei 24 Prozent liegt. Das ergab eine Untersuchung von über 400 der größten Publikumsgesellschaften in 15 europäischen Ländern durch die Beratungsgesellschaft Heidrick and Struggles, die am Donnerstag in München veröffentlicht wurde. Für Deutschland flossen die Daten der 30 DAX-Unternehmen des Geschäftsjahres 2010 ein.

Beim Ausländeranteil im Kontrollrat erreichen Unternehmen aus der Schweiz, Niederlande oder Großbritannien Quoten von 40 und mehr Prozent. Die Situation in Deutschland hat sich jedoch gegenüber 2009 verbessert. Damals lag der Anteil an Ausländern bei acht Prozent.

Beim Frauenanteil im Aufsichtsrat liegt Deutschland im europäischen Mittel (13 Prozent) - allerdings wird dieser Wert laut Heidrick and Struggles nur erzielt, weil insbesondere die Arbeitnehmerseite in Deutschland Aufsichtsrätinnen entsendet. Der Frauenanteil der Kapitalseite liegt am unteren Ende (sechs Prozent).

Weniger als die Hälfte der deutschen Aufsichtsräte der Kapitalseite sind unabhängig. Als Vorbilder nennt die Studie britische, niederländische und Schweizer Kontrollgremien, bei denen der Anteil der unabhängigen Mitglieder über 60 Prozent liegt.

dapd

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