Fotostory: Wen setzt Forbes an die Spitze?

Power-Frauen: Das sind die 100 erfolgreichsten Frauen der Welt

Königin Elisabeth II. von Großbritannien. Die Queen feiert am 21.04.2020 ihren 94. Geburtstag.
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Königin Elisabeth II. von Großbritannien. Die Queen feiert am 21.04.2020 ihren 94. Geburtstag.

Das Forbes Magazine hat die 100 einflussreichsten Frauen der Welt gekürt - mit zweifacher deutscher Beteiligung in den Top10.

Die Welt wird nur von Männern regiert und beeinflusst? Diese 100 Frauen beweisen das Gegenteil.

Platz 100: Stacey Abrams

Stacey Yvonne Abrams ist eine US-amerikanische Demokratin. Zwischen 2007 und 2017 gehörte sie dem Repräsentatenhaus von Georgia an und war dort Vorsitzende der demokratischen Fraktion. Bei der Gouverneurswahl wurde sie 2018 zwar als erste afroamerikanische Frau aufgestellt, verlor diese aber um weniger als 55.000 Stimmen. Bis dato steht der Vorwurf im Raum, im Bundesstaat Georgia seien Wählerstimmen unterdrückt worden. Aus diesem Grund gründete Abrams die Organisation „Fair Right“, die sich für den Schutz des Wahlrechts in den ganzen USA einsetzt. Alleine im letzten Monat vor der US-Wahl 2020 konnte sie rund 34 Millionen US-Dollar an Spendengeldern verzeichnen.

Knapp vor Abrams liegen Rania Nashar und Renuka Jagtiani auf den Plätzen 99 und 98 des Forbes-Rankings. Nashar ist CEO der „National Commercial Bank“ der „Samba Financial Group“ in Saudi-Arabien und wird als Zeichen der Gleichberechtigung der Frauen gesehen, die das Land bis 2030 anstrebt. Jagtiani ist Vorsitzende und CEO der „Landmark Group“, die ihren Sitz in Dubai hat und weltweit mehr als 50.000 Menschen beschäftigt.

Platz 97: Aileen Lee

Aileen Lee ist eine US-amerikanische Investorin, die sich auf Risikokapital spezialisiert hat. Sie gründete „Cowboy Ventures“ und ist weltweit eine der wenigen weiblichen Unternehmerinnen in dieser Branche. Über „Cowboy Ventures“ konnte sie geschickt in Start-Ups, etwa „August“, den „Dollar Shave Club“, „Accompany“, „Tally Technologies“ und „Rent the Runway“ investieren. Im Silicon Valley steht Lee deshalb wie keine andere Frau für Diversität und Gleichberechtigung. Sie ist Mitbegründerin der Organisation „All Raise“, die unter anderem Mentoren-Programme für junge Unternehmerinnen und Investorinnen vergibt.

Platz 96: Sahle-Work Zewde

Im Oktober 2018 wurde Sahle-Work Zewde zur ersten Präsidentin Äthiopiens gewählt, was sie gleichzeitig zum einzigen weiblichen Staatsoberhaupt auf dem ganzen afrikanischen Kontinent machte. Als Botschafterin war sie zuvor unter anderem in Frankreich, Dschibuti und dem Senegal sowie als ständige Vertreterin Äthiopiens bei der UNESCO tätig. Ban Ki-moon ernannte sie 2011 zur Leiterin des Büros der Vereinten Nationen in Nairobi. In ihrer ersten Ansprache im Parlament versprach Zewde, sich nicht nur für die Einigkeit des Landes, sondern auch für die Rechte der Frauen stark zu machen. Auch wenn ihre Funktion größtenteils repräsentativ ist, gilt sie als Hoffnungsträgerin vieler Frauen in den konservativ geprägten Ländern Afrikas.

Platz 95: Kirsten Green

Kirsten Green ist eine US-amerikanische Risikokapitalgeberin und geschäftsführende Gesellschafterin von „Forerunner Ventures“. Inmitten der Coronavirus-Pandemie konnte das Unternehmen im Juli 2020 seine Fondswerte von 500 Millionen US-Dollar auf 1,2 Milliarden US-Dollar steigern. Gemeinsam mit Aileen Lee hat Green die Organisation „All raise“ gegründet, um jungen Unternehmerinnen in der Männer-dominierten Branche einen starke Plattform zu bieten. Insgesamt hat Green in sechs Unternehmen investiert, die inzwischen ihren Wert auf über eine Milliarde US-Dollar erhöhen konnten - darunter befinden sich „Chime“, „Glossier“ und „Faire“.

Platz 94: Mellody Hobson

Sie ist nur „die schöne Ehefrau“ an der Seite des Hollywood-Moguls George Lucas, sondern eine echte Power-Frau. Mellody Hobson liegt als Präsidentin sowie Co-CEO von „Ariel Investments“ auf Platz 94 der Forbes-Liste der mächtigsten Frauen der Welt. Die Firma hat ihren Sitz in Chicago und verzeichnet ein Vermögen von 12 Milliarden US-Dollar. Hobson sitzt zudem im Vorstand von „Starbucks“ und „JPMorgen Chase“. Im Oktober 2020 spendete sie ihrem ehemaligen College, der Princeton University, ein Gebäude, welches die Universität erstmals nach einer Afro-Amerikanerin benannte.

Platz 93: Anne Wojcicki

Anne Wojcicki ist eine US-amerikanische Unternehmerin in der Biotechnologie-Branche. Ihr Vater Stanley Wojcicki war Physikprofessor an der Standford University - Wojcicki selbst erwarb ihren Abschluss an der Yale University und arbeitete zehn Jahre als Analystin für Biotech-Firmen. 2006 gründete sie gemeinsam mit Lindy Avey die Firma „23andME“, welche auf Gentests spezialisiert ist. Bereits 2013 wurde sie dann vom Time Magazine auf Platz 40 der einflussreichsten CEOs im Technologie-Bereich weltweit gewählt, woraufhin die Wissenschaftlerin die Auszeichnung „Breaktrough Prize in Life Science“ ins Leben rief.

Platz 92: Reese Witherspoon

Der Hollwood-Sonnenschein Reese Witherspoon rangiert auf Platz 92 der mächtigsten Frauen der Welt. Frustriert durch die Rollen, die der ehemalige „Natürlich Blond“-Star im mittleren Alter bekam, gründete sie im Jahr 2012 die Produktionsfirma „Pacific Standard“, wodurch sie an Filmen wie „Gone Girl“ und „Wild“ beteiligen konnte. Vier Jahr später verpartnerte sie ihre Firma mit „Otter Media“, einer „Warner“-Tochter, um „Hello Sunshine“ zu gründen. Diese Produktionsfirma fokussierte sich nur mehr auf weibliche Heldinnen und bringt inzwischen Bücher, Podcasts, Filme und Serien für DirecTV hervor. Witherspoons letzter Coup: Im Februar 2020 investierte Laurene Powell Jobs, die Witwe des Apple-Gründers Steve Jobs, in ihr Unternehmen.

Knapp vor Witherspoon befinden sich Dominique Senequier, Lee Boo-jin und Raja Easa Al Gurg jeweils auf Platz 91, 90 und 89. Senequier befindet sich als Geschäftführerin von „Ardian“, welches ehemals Teil des „AXA“-Versicherungskonzerns war, seit mehr als zehn Jahren auf der Forbes-Liste. Boo-jin ist Vorstandsmitglied von „Hotel Shilla“, einem Betreiber von Luxushotels und Duty-free-Shops. Raja Easa Al Gurg ist Geschäftsführerin der „Easa Saleh Al Gurg Group“ und Vorstandsmitglied der Industrie- und Handelskammer von Dubai.

Platz 88: Tory Burch

Tory Burch gilt als „Mode-Mogul“, bringen ihr Kleidung, Uhren, Schuhe, Accessoires und Kosmetik doch rund 1,5 Milliarden US-Dollar ein. Ihr Mode-Imperium trägt nicht nur ihren Namen, seit Januar 2019 ist Burch auch selbst Vorstand und Kreativ-Direktorin des Unternehmens. Ihr Ehemann Pierre-Yves Roussel ist CEO. Mittels der „Tory Burch Foundation“, der die „Bank of America“ 2019 rund 100 Millionen US-Dollar stiftete, hilft Burch seit 2014 weiblichen Unternehmern in den USA. Vor Burch rangiert Linda Rendle als CEO des US-amerikanischen Reinigungsmittelherstellers „Clorox“ auf Platz 87.

Platz 86: Eliza Manningham-Buller

Eliza Manningham-Bullers berufliche Laufbahn ist mehr als beeindruckend: Nachdem sie drei Jahre als Englischlehrerin gearbeitet hatte, trat sie 1974 als Mitarbeiterin in den britischen Inlandsgeheimdienst Security Service, den MI5, ein und wurde dort zur Fachfrau für Terrorismusbekämpfung und Spionageabwehr. Im Oktober 2020 wurde Manningham-Buller zur Generaldirektorin des MI5 ernannt und war somit bis 2007 die zweite weibliche Direktorin des Security Service. 2005 wurde sie als „Dame Commander“ des Order of the Bath in den Ritterstand erhoben. Inzwischen ist Manningham-Buller Vorstand eines der größten medizinischen Treuhand-Fonds weltweit, der sich der Erforschung und Bekämpfung von Ebola und anderen Tropenkrankheiten verschrieben hat.

Platz 85: Sanna Marin

Im Dezember 2019 wurde Sanna Marin zur Premierministerin Finnlands ernannt. Mit nur 34 Jahren war sie damals die jüngste Premierministerin der Welt. Und die Finnen setzen sogar noch mehr auf „Frauen-Power“, denn Marins Regierung besteht aus fünf Parteien, denen allesamt Frauen vorstehen. Im Vergleich zu anderen Nationen brachte sie ihr Land mit Bravour durch die „erste Welle“ der Coronavirus-Pandemie. Die junge Politikern griff unter anderem auf Social-Media-Influencer zurück, um die Öffentlichkeit über das Virus und die Maßnahmen der Regierung zu informieren.

Einen Platz vor Sanna Marin liegt im Forbes-Ranking Mary Meeker, die als Partner der Risikokapitalfirma „Bond Capital“ 2019 einen Wachstum von rund 1,25 Milliarden US-Dollar verzeichnen konnte.

Platz 83: Zuzana Caputova

Die Slowaken setzen große Hoffnung auf sie, gilt sie doch als „einsame politische Stimme in einem Meer von Demagogen“: Denn Zuzana Caputova sagt laut und deutlich was sie denkt, was ihr im Juni 2019 zum Präsidentenamt verhalf. Mit 47 Jahren wurde sie nicht nur zum jüngsten Staatsoberhaupt der Slowakei, sondern auch zum ersten weiblichen gewählt. Caputova ist Anwältin und engagierte sich vor ihrem Amtsantritt stark gegen Korruption. So war es mitunter ihrem Einfluss geschuldet, dass der vorherige Premierminister Robert Fico nach der Ermordung eines Reporters, der über politische Korruption berichtete, und heftigen Protesten im Land zurücktrat.

Platz 82: Taylor Swift

Der Pop-und Country-Star Taylor Swift befindet sich auf Platz 82 der Forbes-Liste der erfolgreichsten Frauen der Welt. Obwohl Swift ihre Tour-Pläne aufgrund der Coronavirus-Pandemie komplett canceln musste, verkaufte sich ihr Album „Folklore“ im Juli 2020 - als einziges - über eine Millionen Mal. Sie schrieb und produzierte es in der Zeit der Quarantäne. Im Dezember 2020 ließ sie einen nächsten Paukenschlag folgen und legte ein weiteres Album, „Evermore“, nach. Doch Swift steht nicht nur auf der Bühne oder im Studio ihre Frau - sie nutzt ihre Bekanntheit auch für politische Zwecke. So unterstützte sie die Verhandlungen des US-amerikanischen „Equality Act“ nicht nur durch ihre Single „You Need to Calm Down“, sondern rief ihre Fans auch zu mehr politischem Engagement auf.

Auf Platz 81 und 80 liegen Lam Wai Ying und Solina Chau. Wai Ling gehören 49 Prozent der „Biel Crystal Manufactory“. Der Sitz des 8,3-Milliarden-US-Dollar-Unternehmens liegt in Hong-Kong. „Biel“ ist der größte Hersteller von Glas-Bildschirmen weltweit und beliefert Apple, Samsung und Sony. Chau ist Direktorin der „LiKa Shing Foundation“, die weltweit in Bildungs- und Gesundheitsprojekte investiert. Zudem investierte Chau in ehemalige Start-Ups wie „Waze“, „Skye“ und „Facebook“.

Platz 79: Ava DuVernay

Ava DuVerney gilt als wahre „Power-Frau“ in Hollywood: Als erste afroamerikanische Frau wurde sie von der Acadamy in der Kategorie „Beste Regie“ für einen Oscar nominiert. Zuvor führte sie 2018 als erste farbige Frau bei einer 100-Millionen-Dollar-Produktion, dem Disney-Film „Die Zeiträtsel“, Regie. Ihre gesellschaftskritische Serie „When they see Us“ wurde mit einem Emmy ausgezeichnet und ist bis dato die meist-gesehene Serie auf Netflix.

Vor DuVernay liegen Sri Mulyani Indrawati, Andrea Marques de Almeida und Güler Sabanci auf den Plätzen 78, 77 und 76. Indrawati war von 2005 bis 2010 Finanzministerin Indonesiens und begleitete den Übergang des Landes von einer Autokratie in eine Demokratie. Sie fungierte auch als CEO der „World Bank“ und setzt sich stark für Gleichberechtigung ein. Marques de Almeida wurde im März 2019 zum CFO des brasilianischen Öl- und Gaskonzerns „Petrobas“ ernannt. Sabanci leitet als erste Frau ihr Familienunternehmen „Sabanci Holding“, das als zweit-größter Konzern der Türkei gilt und von Kleidung bis hin zu Banken und Versicherungen sämtliche Branchen umfasst.

Platz 75: Mette Frederiksen

Mette Frederiksen ist seit Juni 2019 Premierministerin von Dänemark. Sie ist die jüngste Amtsinhaberin in der dänischen Geschichte. Seit Juni 2015 fungiert sie als Vorsitzende der sozialistisch-demokratischen Partei. International verschaffte sich Frederiksen vor allem Gehör, als sie den US-Präsidenten Donald Trump medienwirksam darüber informierte, dass Grönland keinesfalls zu Verkauf stehe. Seine Idee, die Insel den Dänen abzukaufen, nannte sie „absurd“. Frederiksen setzt sich für ein sozialeres und klima-freundlicheres Dänemark ein - und das kommt an.

Einen Platz vor ihr rangiert Judi Faulkner. Die Programmiererin gründete den medizinischen Software-Provider „Epic“ und verzeichnete 2019 als CEO des Unternehmens Verkaufszahlen von 3,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 73: Kathleen Kennedy

Kathleen Kennedy ist ein echtes Hollywood-Urgestein: Seit der Gründung von „Lucasfilm“ und bis zu ihrem Verkauf an Disney 2012 war sie Präsidentin der Produktionsfirma. Das Ergebnis: Kennedy produzierte fünf „Star Wars“-Filme und verdiente damit weltweit mehr als fünf Milliarden US-Dollar. Sie leitete nicht nur die kreative Entstehung der Filmklassiker, sondern auch ihre kommerzielle Vermarktung. Kennedy engagiert sich desweiteren gegen sexuelle Belästigung in Hollywood und für mehr Gleichberechtigung. 2018 wurde sie für ihr Lebenswerk mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet.

Platz 72: Beyoncé Knowles

Was sie anfasst, wird zu Gold: Mit ihrer Tour „On the Run II“ verdienten Beyoncé Knowles und ihr Ehemann Jay-Z rund fünf Millionen US-Dollar - pro Auftritt. Zusammengerechnet macht das mehr als 250 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen Einkünfte aus diversen Werbedeals, etwa mit „Adidas“ sowie eigene Marken, die der ehemalige „Destiny‘s Child“-Star gegründet hat. So ist Beyoncé nicht nur vermögend, sondern auch äußerst einflussreich - das beschert ihr Platz 72 auf der Forbes-Liste der mächtigsten Frauen der Welt.

Platz 71: Sophie Wilmes

Sophie Wilmes wurde im Oktober 2019 zur Premierministerin Belgiens ernannt. In der 189-jährigen Geschichte des Landes war sie somit das erste weibliche Staatsoberhaupt. Bevor sie das Amt bekleidete war die Liberale bereits unter anderem Haushaltsministerin. Seit Oktober 2020 ist die Vize-Premierministerin und Außenministerin der Regierung De Croo.

Vor der mächtigsten Frau Belgiens liegt eine der reichsten „Self-made“-Frauen der Welt, Zhou Qunfei, auf Platz 70 des Forbes-Rankings. Qunfei stammt aus einer einfachen Arbeiterfamilie, aber sie gründete mit „Lens Technology“ einen weltweit führenden Hersteller für Smartphone-Screens. Als CEO des Unternehmens arbeitet sie mit Samsung, LG, Microsoft und Tesla zusammen.

Platz 69: Rihanna

Die R‘n‘B-Diva Rihanna kann mehr, als auf der Bühne gut zu singen und auf dem Red-Carpet zu strahlen. Kaum ein anderer Prominenter setzt sich so stark für wohltätige Zwecke ein wie sie. Über acht Millionen US-Dollar soll sie alleine in der Coronavirus-Pandemie gespendet haben. Über eine Millionen US-Dollar gab sie Bedürftigen in New York, über zwei Millionen US-Dollar spendete sie Missbrauchsopfern in Los Angeles. Zudem hat sie mit der „Clara Lionel Foundation“ ihre eigene Stiftung gegründet. Ihr Geld verdient Rihanna schon lange nicht mehr bloß mit der Musik: Ihr gehören mitunter die Kosmetik-Linie „Fenty Beauty“, das Unterwäsche-Label „Savage X Fenty“ sowie die Online-Modefirma „TechStyle Fashion Group“.

Einen Platz vor Rihanna liegt Kiran Mazumdar-Shaw, die als die reichste „Self-made“-Unternehmerin Indiens gilt. 1978 gründete sie ihre erste Pharma-Firma, die bis dato mit drei Milliarden hergestellten Insulin-Dosen der größte Insulin-Hersteller Asiens ist. Forbes hat MacKenzie Scott auf Platz 67 gesetzt. Nach ihrer Scheidung von Jeff Bezos, dem Gründer von „Amazon“, gehören ihr heute vier Prozent des Weltkonzerns.

Platz 65: Melanie Kreis

Paula Santilli, die Chefin von „PepsiCo“ auf dem ganzen lateinamerikanischen Kontinent, lässt Melanie Kreis auf Platz 65 des Forbes-Rankings hinter sich. Im Oktober 2016 wurde sie als erste Frau CFO der „Deutschen Post“, welche als das weltweit größte Logistik-Unternehmen gilt. Zuvor war Kreis bereits CFO von „DHL Express“.

Platz 64: Wang Feng Ying

Wang Feng Ying rangiert auf Platz 64 der Forbes-Liste der mächtigsten Frauen der Welt. Sie ist als erste Frau CEO des chinesischen SUV- und Pickup-Herstellers „Great Wall Motor“. Feng Ying setzt auf die Elektrifizierung des Automobilmarktes und kündigte bereits 2018 an, dafür rund drei Milliarden US-Dollar zu investieren.

Platz 63: Yuriko Koike

Yuriko Koike wurde als erste Frau zur Gouverneurin Tokios ernannt, nachdem sie bei der entsprechenden Wahl im Juli 2020 sechzig Prozent der Stimmen einstreichen konnte. Überzeugt hatte sie ihre Wähler wohl im Umgang mit dem Coronavirus, erhob sie doch zügig Unterstützungen für Kleinbetriebe. Der Chef-Posten in der weltweit am stärksten bevölkerten Metropole bringt sie derzeit auch als mögliche Premierministerin Japans zur Sprache. Bevor Koike in die Politik ging, arbeitete sie in den frühen 1990er Jahren als Journalistin.

Auf den Plätzen 62, 61 und 60 liegen Kelly Zhang, Lynn Good und Maggie Wei Wu. Zhang fungiert bei „Bytedance“, der Mutter der App „TikTok“, seit März 2020 als CEO. Good leitet den Konzern „Duke Energy“, der weltweit führend im Bereich Solarenergie, erneuerbare Energien und Naturgas agiert. Wei Wu hingegen ist CFO des globalen Retail- und Technik-Giganten „Alibaba“.

Platz 59: Nicola Sturgeon

Nicola Sturgeon ist bereits seit 2014 die Erste Ministerin Schottlands und führt die „Scottish National Party“ - jeweils in beiden Ämtern ist sie als Frau eine Premiere. Sturgeon tritt erbittert für Schottlands Interessen ein, so bleibt es in Zukunft sowohl Mitglied des United Kingdoms als auch Mitglied der Europäischen Union. Und auch nach diesem Coup bleibt sie progressiv: Als erste Nation beschloss Schottland 2020, Periodenprodukte wie Binden und Tampons allen Bürgern umsonst zur Verfügung zu stellen.

Einen Platz vor ihr liegt Tricia Griffith, CEO von „Progressiv“, dem drittgrößten Autoversicherer der USA.

Platz 57: Elvira Nabiullina

Früher Finanz- und Wirtschaftsberaterin des Präsidenten Vladimir Putin, heute Chefin der russischen Notenbank. Seit 2013 leitet Elvira Nabiullina die Zentralbank des G8-Staats. Schon kurz darauf geriet die Volkswirtin aufgrund des Kursverfalls des Rubels in die öffentliche Kritik. Putins Verhalten im Ukrainekrieg irritierte Anleger, Investoren und zahlreiche Russen, die ihre Rubel verkauften und in andere Währungen konvertierten oder in Sachwerte flüchteten. Die schwankenden Ölpreise sieht Nabiullina als Risiko für die russische Wirtschaft, brechen so doch jedes Mal aufs Neue bedeutende Staatseinnahmen weg. Die Wirtschaftslage im Land ist kritisch, doch Nabiullina hält sich im Amt.

Platz 56: Simonetta Sommaruga

Simonetta Sommaruga ist seit 1. Januar 2020 Bundespräsidentin der Schweiz. Seit 2010 ist sie Bundesrätin und seit Januar 2019 Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Von 2010 bis 2018 leitete sie zudem das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement. Das Amt der Bundespräsidentin übte sie bereits im Jahr 2015 aus.

Einen Platz vor Sammaruga liegt Roshni Nadar Malhotra, CEO des indischen Konzerns „HCL Technologies“.

Platz 54: Jennifer Salke

Auf Platz 54 des Forbes-Rankings liegt Jennifer Salke. Die frühere Präsidentin des US-amerikanischen Senders „NBC Entertainment“, führt seit Februar 2018 den Streaming-Giganten „Amazon Studios“. Rund ein Jahr später übernahm sie zudem globalen Belange der „Amazon Studios“. Salke ist mitunter dafür verantwortlich, was auf den heimischen Bildschirmen läuft und wer die Inhalte produziert. Über 20 Serien dürfen nach ihrer Prüfung jetzt rund um den Globus produziert werden - dabei setzt Salke auf Qualität und Talent. Unter anderem sind die Produzentin Lena Waithe und die Schauspielerin Nicole Kidman für Amazon tätig.

Platz 53: Donna Langley

Knapp vor Salke steht auf der Forbes-Liste ebenfalls eine „Medienmacherin“: Donna Langley ist Vorsitzende der „Universal Filmed Entertainment Group“. Unter ihrer Führung verzeichnete das Unternehmen einen unglaublichen Wachstum: Im Box Office überschritt „Universal“ die vier Milliarden US-Dollar-Marke durch Produktionen wie „Fast & Furious“, „Jurassic World“ und „Fifty Shades“ erst zum zweiten Mal in seiner 105-jährigen Geschichte. Per Premium-Service brachte Landley die Filme, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht im Kino gezeigt werden konnten, für rund 20 US-Dollar in die Wohnzimmer der US-Amerikaner.

Platz 52: Erna Solberg

2017 wurde Erna Solberg erneut zur Premierministerin Norwegens gewählt, hatte sie doch ihr Land erfolgreich durch eine Ölkrise manöviert und eine Rezession verhindert. Oftmals auch als „die Angela Merkel von Norwegen“ bezeichnet, fährt sie zwar einen konservativen Kurs, behält aber den Blick für die Bedürfnisse der Menschen. Im November 2020 erklärte Solberg, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sei essentiell für die Erholung der Wirtschaft nach der Corona-Krise.

Vor Solberg liegen Dana Walden und Vicki Hollub auf den Plätzen 51 und 50. Walden ist Vorsitzende der „Disney Television Studios“ und von „ABC Entertainment“, nachdem es „21st Century Fox“ für rund 71,3 Milliarden US-Dollar abgekauft wurde. Hollubs Metier ist hingegen das Öl: Als erste Frau wurde 2016 sie zur Präsidentin und CEO des „Occidential Petroleum“-Konzerns.

Platz 49: Gwynne Shotwell

Gwynne Shotwell ist Präsidentin und COO des US-amerikanischen Raumfahrtunternehmens „SpaceX“. Sein Gründer Elon Musk machte die futuristische Idee, Menschen das Leben auf anderen Planeten zu ermöglichen, zu einem Unternehmen mit über 6.000 Angestellten und einem Wert von 46 Milliarden US-Dollar. Im Mai 2020 sandte der Konzern erstmals Astronauten zur „International Space Station“ und trat somit zum mit der NASA in Kontakt. Bevor Shotwell im Jahr 2002 bei „SpaceX“ einstieg, war sie als „Space System Director“ bei „Microcosm“ tätig.

Rosalind Brewer und Mingzhu Dong liegen vor Shotwell auf Platz 48 und 47: Brewer ist die erste Frau und zudem erste Afroamerikanerin, die als COO für „Starbucks“ tätig ist. Seit 2019 sitzt sie außerdem in der „Amazon“-Führungsriege. Dong macht vor allem mit Klimaanlagen Geld, ist sie doch Präsidentin des Konzerns „Gree“. Im Frühling 2020 produzierte „Gree“ zudem Masken und andere medizinische Produkte in Folge der Coronavirus-Pandemie.

Platz 46: Queen Elizabeth II.

„God save the Queen“: Elizabeth II. rangiert (beziehungsweise regiert) auf Platz 46 der einflussreichsten Frauen der Welt. Seit 1952 sitzt die auf dem Thron in London und gilt als der am längsten regierende Monarch der britischen Geschichte. 2020 feierte sie ihren 94. Geburtstag und absolvierte noch immer zahlreiche öffentliche Auftritte. Die Staatsoberhäupter dieses Welt empfängt sie im Buckingham Palace oder im Windsor Castle. Dabei sind die Queen von England, die auch das Oberhaupt des „Common Wealth“ ist sowie die ganze königliche Familie auch gemeinnützig engagiert.

Noch vor der Queen stehen Gina Rinehart, Kathy Warden und Marianne Lake auf den Plätzen 45, 44 und 43: Rinehart gilt als die reichste Frau Australiens, nachdem sie das Eisenerz-Unternehmen „Hancock Prospecting“ wieder aufgebaut hat und zudem mit Rindern handelt. Warden hingegen ist seit 2019 Vorstand der „Northrop Grumman Corporation“, einem US-amerikanischen Hersteller von Rüstungstechnik für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Lake war von 2013 bis 2019 war CFO von „JPMorgan“ und fungiert inzwischen als CEO von „JPMorgan Consumer Lending“.

Platz 42: Laurene Powell Jobs

Laurene Powell Jobs erbte die Milliarden-schweren Apple- und Disney-Anteile ihres Mannes, dem Apple-Gründer Steve Jobs. 2017 kaufte sie Anteile des NBA-Vereins „Washington Wizards“, sowie des NHL-Vereins „Washington Capitals“. Auch in die US-Medienbranche investierte sie ordentlich: Das „Atlantic Magazine“, die „California Sunday“ sowie das „Popup Magazine“ gehören Jobs. Seit 2016 betreibt sie die „Emerson Collective Foundation“. Forbes schätzt ihr Vermögen auf rund 22,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 41: Nirmala Sitharaman

Seit 2019 ist Nirmala Sitharaman die Finanzministerin Indiens und zudem „Minister of Corporate Affairs“ - als erste Frau arbeitet sie Vollzeit als Ministerin. Bevor sie in die Politik ging, war Sitharaman bei den UK-Konzernen „Agricultural Engineers Association“ und „BBC World Service“ tätig. Außerdem ist sie Mitglied der Nationalen Kommission für Frauen und engagiert sich in Indien stark für Frauenrechte.

Auf Platz 40 der einflussreichsten Frauen der Welt liegt Mary Callahan Erdoes. Für „JPMorgan Chase“ überwacht sie rund 3,4 Milliarden US-Dollar in Form von Kundenanlagen.

Platz 39: Sheikh Hasina Wajed

Sheikh Hasina Wajed regiert Bangladesch als Premierministerin bereits in ihrer vierten Amtszeit - damit gilt sie als das Staatsoberhaupt, das Bangladesch am längsten gedient hat. Zum dritten Mal in Folge gewann ihre Partei, die „Bangladesh Awami League“, die Wahl mit 288 von 300 Sitzen im Parlament. Wajed kämpft dafür, eine stabile Demokratie aufzubauen und geht stark gegen Wahlunterdrückung vor. Sollte diese Amtszeit ihre letzte sein, will sie sich auf die Sicherheit von Lebensmitteln, die Bildung und das Gesundheitswesen fokussieren.

Im Forbes-Ranking liegt Karen Lynch einen Platz vor ihr auf Rang 38: Lynch ist Vize-Präsidentin von „CVS Health“ und Präsident von „Aetna“ und spielte somit in der Coronavirus-Pandemie in den USA eine entscheidende Rolle.

Platz 37: Tsai Ing-wen

Tsai Ing-wen wurde 2016 zur ersten weiblichen - und zudem unverheirateten - Präsidentin Taiwans gewählt. Die Wahl 2020 gewann sie wieder mit mehr als 57 Prozent der Stimmen. Ihr Regierungsstil bricht mit dem traditionellen Protokoll, wandte sie sich doch den USA zu und schaffte somit Spannungen zwischen China und ihrem Land. Nichtsdestotrotz, ihr Kurs scheint anzukommen, so auch ihr Fahrplan in der Coronavirus-Pandemie: Sie etablierte ein rigoroses Tracking-Programm, um eine Masseninfektion auf der Insel zu vermeiden - mit Erfolg.

Platz 36: Anne Finucane

Als Vize-Vorsitzende überwacht Anne Finucane die Strategie der „Bank of America“ und entscheidet, wie die Bank die Welt zum jeweiligen Zeitpunkt finanziell stimuliert. Den „Brexit“ und vor allem die Zeiten, die danach kommen, sieht Finucane wohl als Herausforderung, braucht es da doch noch nie dagewesene Maßnahmen der „Bank of America Europe“, um die drastischen Veränderungen aufzufangen. In ihrer Chef-Rolle steht sie in der Verantwortung für über 60 Milliarden US-Dollar.

Platz 35: Stacey Cunningham

Stacey Cunningham hat bereits Geschichte geschrieben: In ihrem 226-jährigen Bestehen gab es an der New Yorker Börse noch nie einen weiblichen Präsidenten - zumindest bis 2018, als Cunningham ins Amt trat. Zwar ist sie die zweite Präsidentin der NYSE, aber die erste, die die volle Führung des Austauschs innehat. Nach einem Praktikum bei der NYSE in den 1990er Jahren wurde Cunningham Handelskauffrau und arbeitete bis 2005 als Bankerin selbst an der Börse. Nicht unumstritten war ihre schnelle Entscheidung als 67. Präsidentin, den persönlichen Handel an der Börse einzustellen, als sich im März 2020 das Coronavirus in New York mehr und mehr ausbreitete.

Auf den Plätzen 34 und 33 rangieren Joey Wat und Adena Friedman vor Cunningham: Mit „Yum!“ und mehr als 10.000 Läden leitet Wat seit 2018 als CEO die größte Restaurant-Kette Chinas. Friedman hingegen steht als erste weibliche CEO dem US-Technologiekonzern „Nasdaq“ vor.

Platz 32: Jacinda Ardern

Jacinda Ardern wurde mit 38 Jahren zum jüngsten weiblichen Staatsoberhaupt der Welt und Neuseelands jüngstem Premierminister in den letzten 150 Jahren gewählt. Die Neuseeländer sprechen von einer „Jacindamania“, als sie im Oktober 2020 erneut gewählt wird. Zuvor hatte sie das Coronavirus auf der Insel erfolgreich eliminiert. Als Vorsitzende der „Labour Party“ setzt sich Ardern für gegen Klima-Wandel und Kinderarmut ein - und setzt privat selbst neue Maßstäbe: Als sie ihr Kind bekam, blieb sie nur sechs Wochen im Mutterschutz und gab dann bekannt, ihr Partner werde fortan Zuhause bleiben.

Auf den Plätzen 31, 30 und 29 des Forbes-Rankings liegen Jessica Uhl, Ho Ching und Shemara Wikramanayake. Als CFO ist Uhl für das 388 Milliarden-schwere Unternehmen „Royal Dutch Shell“ tätig. Ching ist nicht nur die Ehefrau des Premierministers von Singapur, sondern auch erfolgreiche Geschäftsfrau - unter ihrer Führung wuchs „Temasek“ auf einen Wert von über 313 Milliarden US-Dollar. Wikramanayake ist Direktorin und CEO der autralischen „Macquarie Group“.

Platz 28: Amy Hood

Amy E. Hood ist eine amerikanische Geschäftsfrau, die derzeit als Finanzvorstand bei der „Microsoft Corporation“ tätig ist. Hood kam 2002 zu „Microsoft“ und hatte Positionen in der „Investor Relations-Gruppe“ inne. Seit 2013 erlebt Hood als CFO das Rennen zwischen „Microsoft“ und „Apple“ um den höchsten Marktwert hautnah mit. Über 57 Mega-Deals hat sie in ihrer Zeit bei „Microsoft“ abgeschlossen - so auch 2018, als für 7,5 Milliarden US-Dollar die Plattform „GitHub“ entwickelt wurde.

Phebe Novakovic, Amanda Blanc, Nicke Widyawati liegen auf den Plätzen 27, 26 und 25 des Forbes-Rankings. Während Novakovic bereits seit 2013 als Vorsitzende und CEO des Rüstungsgiganten „General Dynamics“ tätig ist, übernahm Blanc erst im Januar 2020 den Posten als CEO des britischen Versicherungskonzerns „Aviva“. Widyawati ist bereits die zweite weibliche Führungskraft der indonesischen Öl- und Gasfirma „Pertamina“.

Platz 24: Shari Redstone

Shari Redstone, Tochter des Medien-Moguls Sumner Redstone, ist Vorsitzende des Imperiums „ViacomCBS“. 2019 gelang ihr der 12 Milliarden US-Dollar-Deal, die „CBS Corporation“ und „Viacom Inc.“ miteinander zu verschmelzen. Experten schätzen den Wert ihres Medien-Imperiums seitdem auf über 30 Milliarden US-Dollar.

Vor ihr auf der Forbes-Liste der mächtigsten Frauen der Welt steht Jane Fraser auf Platz 23: Die langjährige Geschäftsführerin der „Citigroup“ wurde 2020 zur Nachfolgerin von CEO Michael Corbat ernannt - damit wurde sie zur ersten weiblichen CEO einer der Hauptbanken der Wall-Street.

Platz 22: Sheryl Sandberg

Sheryl Sandberg ist die Geschäftsführerin des US-Konzerns „Facebook“. Seit 2008 soll sie das Social-Media-Unternehmen bis dato aus einem 56 Milliarden US-Dollar Defizit in ein Plus von 18,5 Milliarden US-Dollar geführt haben. Sandberg legte dabei den Fokus darauf, „Facebook“ zu einer Werbeplattform für kleinere Unternehmen zu machen. Ihre Verlobung mit Tom Bernthal gab Sandberg - Na, wo wohl? - natürlich auf „Facebook“ bekannt.

Auf Platz 21 des Forbes-Rankings liegt Jessica Tan, Co-CEO der „Ping An Healthcare and Technology Company“, einem chinesischen Finanz- und Versicherungsgiganten, der laut Tan im September 2019 über 20.0000 Patente innehielt.

Platz 20: Oprah Winfrey

Oprah Winfrey war DIE Talkshow-Moderatorin der USA. Ihre The Oprah Winfrey Show, die später nach ihr benannt wurde, lief von 1984 bis 2011 über die amerikanischen TV-Bildschirme. Die Show gilt als das erfolgreichstes Talkformat des US-amerikanischen Fernsehens. Bis zu 21 Millionen Zuschauer sahen zeitweise in über 100 Ländern der Welt zu. Aktuell produziert sie mit ihrer Produktionsfirma HARPO Productions weitere TV-Formate. Die 66-Jährige ist die erste Afro-Amerikanerin, die es zur Milliardärin geschafft hat. Ihr Vermögen wird auf 2,6 Milliarden US-Dollar geschätzt. Über 400 Millionen hat sie bereits für wohltätige Zwecke gespendet.

Platz 19: Martina Merz

Im Oktober 2019 wurde Martina Merz Aufsichtsratsvorsitzende der Thyssenkrupp AG. Das manager magazin schrieb über die Chefin bei Deutschlands größtem Stahlhersteller, sie sei nun „die mächtigste Frau in der deutschen Wirtschaft.“ Die mächtigste Frau mit der härtesten Managementposition des Landes? Die Firma befindet sich nämlich in einer schwierigen Situation. Im Herbst 2019 schied Thyssenkrupp aus dem DAX aus, über 7000 Arbeitsplätze sollen in den kommenden drei Jahren wegfallen. Kein leichter Job für die 57-Jährige.

Platz 18: Kristalina Georgieva

Kristalina Georgieva hat sich von ganz unten nach ganz oben hochgearbeitet. Die Bulgarin ist in einem kleinen Dorf in ihrer Heimat aufgewachsen und ist „die erste in der Familie, die einen Doktortitel bekam“, wie sie selbst auf Twitter wissen ließ. Heute ist sie die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Durch ihre Arbeit zuvor bei der Weltbank weiß sie, wie man eine internationale Institution leitet und mit Geld umgeht. 2016 soll sie mit der Nachfolge für UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon geliebäugelt haben, am Ende führte sie ihr Weg zum IWF.

Platz 17: Judith McKenna

Judith McKenna, Geschäftsführerin der internationalen Sparte von Walmart, gilt als absolute Powerfrau. Die gebürtige Engländerin studierte an der University of Hull, zog dann des Jobs wegen in die USA. Seit Februar 2018 leitet sie Walmart International und ist in dieser Position für über 6.000 Filialen und 700.000 Mitarbeiter des Einzelhandel-Riesens in 26 Ländern verantwortlich. Ihr nächstes Ziel? China. Dort will das Unternehmen in den nächsten 20 Jahren 1,2 Milliarden US-Dollar investieren.

Platz 16: Ruth Porat

Auch Ruth Porat stammt gebürtig aus England. In jungen Jahren zog es die Familie jedoch in die Nähe von Boston, weil ihr Vater an der berühmten Harvard University arbeitete. Nach drei Jahren ging es weiter nach Kalifornien, wo die 63-Jährige an der Stanford-Universität ihren Wirtschaftsabschluss machte. Seit 2015 ist Porat Finanzchefin des Internetgiganten Google. Vor mehr als 15 Jahren wurde bei ihr zwei Mal Brustkrebs festgestellt. Heute betreibt sie Aufklärungsarbeit, in dem sie über ihre Erfahrungen schreibt und berichtet.

Auf dem 15. Platz rangiert Safra Catz. Die US-Amerikanerin ist seit 2014 Geschäftsführerin des Soft- und Hardwarehersteller Oracle mit Hauptsitz in Austin, Texas. Seit 1999 arbeitet sie bereits im Unternehmen, übernahm dann den CEO-Posten, nachdem sich Gründer Larry Ellison zurückgezogen hatte. Ihr Vermögen wird auf 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Einen Rang höher im Forbes-Ranking liegt Julie Sweet. Seit September 2019 ist sie Geschäftsführerin beim Beratungsunternehmens Accenture. Der Anlass für ihre Beförderung war jedoch ein trauriger: Ihr Vorgänger Pierre Nanterme trat zuvor aus gesundheitlichen Gründen zurück, um nur wenige Wochen später an einem Krebsleiden zu sterben. Sweet hat nun die schwierige Aufgabe das Unternehmen als erste Frau auf dem Chefposten durch die Corona-Krise zu führen.

Platz 13: Susan Wojcicki

Ohne Susan Wojcicki würde es den Internet-Riesen Google heute vielleicht gar nicht geben. Die Google-Gründer Sergey Brin and Larry Page mieteten nämlich im Jahr 1998 die Garage von Wojcicki. Dort wurde dann wenig später Google entwickelt. Für die 52-Jährige sollte sich das „Vermieten“ ebenfalls lohnen. Wojcicki wurde die 16. Mitarbeiterin des Mediengiganten. Zuerst arbeitet sie als Marketingmanagerin, seit Februar 2014 ist sie als CEO für Youtube zuständig.

Vor Wojcicki liegen im Forbes-Ranking unter anderem Emma Walmsley (12. Platz) und Carol Tomé (11. Platz). Emma Walmsley ist Geschäftsführerin beim britischen Pharmaherstellers GlaxoSmithKline. Sie gilt als die erste Frau an der Spitze eines globalen Pharmakonzerns. Zuvor war sie auch für Kosmektikhersteller L‘Oreal tätig. Carol Tomé leitet seit Juni 2020 die Geschicke beim US-Paketdienst UPS. Der bisherige Konzernchef David Abney hatte nach 46 Jahren seinen Abschied angekündigt. Tomé ist der zwölfte CEO in der 113-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Auf den Plätzen zehn und neun folgen Gail Boudreaux und Abigail Johnson. Seit November 2017 leitet Gail Boudreaux das US-Krankenversicherungsunternehmen Anthem Inc. mit Sitz in Indianapolis. Zu Uni-Zeiten war sie eine talentierte Basketballspielerin, heute ist sie CEO der zweitgrößten Firma der USA, die von einer Frau gelenkt wird. Über die sportlichen Qualitäten von Abigail Johnson ist nichts bekannt, die 59-Jährige studierte jedoch Kunstgeschichte und später Business Administration an der renommierten Harvard University. Mittlerweile leitet sie seit 2014 die US-Investmentfirma Fidelity Investments. Ihr Privatvermögen soll bei knapp zwölf Milliarden US-Dollar liegen.

Platz 8: Ana Patricia Botín

In vierter Generation leitet die Botín-Familie nun schon die größte Bank Spaniens, die Banco Santander. Nach ihrem Ur-Großvater, Großvater und Vater (alle trugen den Namen Emilio Botín) ist Ana Botín die Führungsfigur der Bank. Seit sechs Jahren ist sie nun schon die Präsidentin und Geschäftsführerin der Santander-Bank. Zuvor war ihr Vater am 9. September 2014 überraschend an einem Herzinfarkt verstorben. Verheiratet ist sie mit dem Bankier Guillermo Morenés y Mariátegui, das Ehepaar hat drei Kinder.

Platz 7: Nancy Pelosi

Nancy Pelosi musste zuletzt zwar parteiintern Kritik einstecken (Stimmenverlust bei der Präsidentschafts- und Kongresswahlen vom 3. November), sie bleibt aber Fraktionsvorsitzende der US-Demokraten im Repräsentantenhaus. Und bleibt damit auch nach dem Protokoll die Nummer drei in den USA - hinter dem Präsidenten und dem Vize-Präsidenten. Seit 2003 hat sie diese Position nun schon inne, 2019 wurde sich zum zweiten Mal auch als Vorsitzende der Kongresskammer bestimmt. In den letzten Jahren wurde Pelosi vom scheidenden US-Präsidenten Donald Trump immer wieder als „crazy Nancy“ (verrückte Nancy) bezeichnet.

Platz 6: Mary Barra

Sie ist die erste Frau, die eine der großen drei US-Autobauer leitet. Mary Barra ist seit 2014 die Chefin von General Motors. Im Jahr 2019 soll ihr Verdienst bei fast 22 Millionen US-Dollar gelegen haben. Keine Führungsperson der drei Großen General Motors, Ford und Fiat Chrysler hat jemals mehr pro Jahr verdient. Die Eltern von Barra stammen aus Finnland, ihr Vater hat früher als Schlosser bei Pontiac, eine zu General Motors gehörende Automarke, gearbeitet. Unter ihrer Führung hat das Unternehmen Milliarden in E-Mobilität und selbstfahrende Autos investiert.

Platz 5: Melinda Gates

Melinda Gates gilt mit ihrem Ehemann Bill als Feindbild vieler Corona-Leugner. Zusammen mit ihrem Mann gründete sie Jahr 2000 die „Bill and Melinda Gates Foundation“, die größte private Wohltätigkeitsstiftung der Welt. Bill Gates gilt mit einem Privatvermögen von knapp 120 Milliarden Dollar als viertreichster Mensch der Welt. Am 1. Januar 1994 heirateten Bill und Melinda Gates, die beiden haben drei gemeinsame Kinder. Kennen gelernt hatten sich die beiden bei Microsoft. Melinda arbeitet damals als Projektmanagerin im Unternehmen ihres heutigen Ehemanns.

Platz 4: Ursula von der Leyen

Niedersächsische Sozialministerin, Bundesfamilienministerin, Arbeitsministerin und dann noch Verteidigungsministerin. Die Karriere im der deutschen Politik für Ursula von der Leyen war vielfältig. Seit Juli 2019 fungiert die 62-Jährige nun als Präsidentin der Europäischen Kommission. Schon früh lebte sie den europäischen Gedanken. Aufgewachsen in Brüssel und später in Hannover, heiratete sie Mitte der 80er ihren heutigen Ehemann Heiko von der Leyen. Das Paar hat zusammen sieben Kinder. Die Arbeit in der europäischen Politik hält einige große Aufgaben bereit: Neben dem Brexit muss die Corona-Krise überstanden werden.

Platz 3: Kamala Harris

Kamala Harris macht ein Debüt auf der Liste der mächtigsten Frauen der Welt und wurde dabei gleich auf Platz 3 katapultiert. Im November diesen Jahres hat sie gemeinsam mit Joe Biden das Rennen um das Weiße Haus gewonnen. Sie wird die erste weibliche Vizepräsidentin Amerikas sein und außerdem als erste Person of Color den Posten einnehmen. Harris wurde in Kalifornien geboren, ihre Mutter stammt aus Indien, ihr Vater aus Jamaika. Bevor sie in den US-Senat gewählt wurde war sie Generalstaatsanwältin von Kalifornien. Nach dem Wahlsieg zur Vizepräsidentin hielt sie eine Rede, in der sie anmerkte, dass sie vielleicht die erste, aber nicht die letzte Frau in dieser Rolle sein wird.

Platz 2: Christine Lagarde

Seit 2019 ist Christine Lagarde nun die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). Zuvor war sie die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Wirtschafts- und Finanzministerin unter dem ehemaligen französischen Präsidenten François Fillon. Lagarde war als französische Ministerin, als Direktorin beim IWF und als Präsidentin der EZB jeweils die erste Frau in diesen Posten. Die studierte Juristin pocht seit der Finanzkrise 2008 auf eine Reform der männerdominierten Finanzbranche.

Platz 1: Angela Merkel

Seit Jahren unangefochten an der Spitze der 100 mächtigsten Frauen der Welt: Angela Merkel. Bundeskanzlerin, Physikerin, Mutti, Krisenmanagerin. Seit 15 Jahren steht sie an der Spitze der deutschen Bundesregierung und zum zehnten Mal in Folge auf Platz 1 des Rankings der mächtigsten Frauen. Souverän hat sie Deutschland und Europa in diesem Jahr durch die Corona-Krise geleitet und hat erneut Führungsstärke bewiesen. Doch langsam aber sicher gibt sie ihre Macht ab. Bereits 2018 ist sie vom CDU-Vorsitz zurückgetreten und 2021 wird auch ihr Platz im Kanzleramt frei. Ab dann bleibt ihr wieder mehr Zeit für die geliebten Wanderungen in Südtirol oder zum Skifahren in der Schweiz.

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