Freispruch für Landowsky und weitere Ex-Banker

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Im zweiten großen Prozess um die Berliner Bankenaffäre hat das Berliner Landgericht den früheren CDU-Politiker und Ex-Bankmanager Klaus Landowsky erwartungsgemäß vom Vorwurf der Untreue freigesprochen (Archivbild).

Berlin - Im zweiten großen Prozess um die Berliner Bankenaffäre hat das Berliner Landgericht den früheren CDU-Politiker und Ex-Bankmanager Klaus Landowsky erwartungsgemäß vom Vorwurf der Untreue freigesprochen.

Auch elf weitere Ex-Banker bekamen am Montag Freisprüche. Sie mussten sich wegen Immobilienfonds einer Tochter der Bankgesellschaft verantworten, die dem damals landeseigenen Unternehmen Verluste in Millionenhöhe eingebracht haben sollen. Landowsky (68), früher einflussreicher Chef der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, hatte einen Schaden für das Land Berlin stets bestritten und der Anklagebehörde einen politischen Prozess gegen ihn vorgeworfen. Die Bankenaffäre hatte vor zehn Jahren zum Bruch der CDU/SPD-Senatskoalition geführt, in dessen Folge Klaus Wowereit (SPD) Regierender Bürgermeister in Berlin wurde.

Die Staatsanwaltschaft hat bereits Revision angekündigt. Auch die Anklagebehörde hatte zuletzt auf Freispruch plädiert, weil sie im Prozess keinen konkreten Schaden habe nachweisen können. Die Staatsanwaltschaft sieht aber weiterhin Pflichtverletzungen von Landowsky als früherer Vorstandsvorsitzender der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank AG (Berlin Hyp). Ein erster Untreue-Prozess gegen Landowsky soll vor dem Landgericht frühestens im Sommer wiederholt werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte die Verurteilung zu 16 Monaten Haft auf Bewährung wegen Untreue vom März 2007 aufgehoben, nun muss der Fall neu verhandelt werden.

dpa

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