"FTD": Katar schießt Geld bei Porsche nach

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Der 911er in Edition Style.

Hamburg - Das Emirat Katar will einem Pressebericht zufolge erneut Geld beim Sportwagenhersteller Porsche investieren und sorgen so für frisches Kapital beim den Stuttgartern.

Katar habe zugesichert, die geplante Kapitalerhöhung für Porsche über 5 Milliarden Euro mitzuzeichnen, berichtet die “Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Emirats.

Ahmad Al-Sayed, Chef der für das Scheichtum tätigen Qatar Holding, habe die Finanzspritze offiziell angekündigt. Porsches Großaktionär werde aus jetziger Sicht genug investieren, um seinen zehnprozentigen Stimmanteil bei der Stuttgarter Firma zu erhalten.

Eine solche Investition entspräche einem dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Katar hält auch 17 Prozent der VW-Stimmrechte Ein Porsche-Sprecher sagte am Abend, dass sich das Unternehmen zu Angelegenheiten des Aufsichtsrats generell nicht äußere. VW-Chef Martin Winterkorn, der auch dem Vorstand der Porsche Automobil- Holding vorsitzt, hatte jedoch bereits Anfang Januar auf der Automesse in Detroit darauf hingewiesen, dass sich Katar an der Kapitalerhöhung beteiligen werde.

Zudem hatte das Emirat der Kapitalerhöhung auf der Hauptversammlung im vergangenen Jahr zugestimmt. Mit dem frischen Geld nehmen die Autohersteller Volkswagen und Porsche eine weitere Hürde auf dem Weg zu ihrer Verschmelzung. Die Kapitalerhöhung soll sicherstellen, dass Porsche vor dem geplanten Zusammenschluss die enormen Schulden von 6 Milliarden Euro los wird. Sie waren durch den missglückten Versuch aufgelaufen, beim Wolfsburger Autokonzern einzusteigen.

Ende November hatten Porsches Aktionäre der Kapitalerhöhung zugestimmt. Mit der Zusage signalisiert das Emirat der FTD zufolge, dass es den strategischen Kurs von VW und Porsche unterstützt und hinter der geplanten Verschmelzung steht. “Sie sind zufrieden mit ihrem Investment“, zitiert die Zeitung einen Kenner der Qatar Holding. Zugleich entlaste die Entscheidung die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch, die nun weniger Kapital zuschießen müssten.

dpa

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