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So viel Rente erhalten die Deutschen im Durchschnitt

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Von: Karolin Schäfer

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Für viele Seniorinnen und Senioren reicht die Rente kaum zum Leben. Doch wie viel Geld erhalten die Deutschen eigentlich im Durchschnitt?

Frankfurt – Für viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bedeutet der Eintritt in die Rente vor allem eins: Altersarmut. Nach Angaben des Bundessozialministeriums stehen jeder fünften Rente beziehenden Person monatlich weniger als 500 Euro zur Verfügung.  Hinzu kommen neben den Folgen der Corona-Pandemie auch noch steigende Kosten für Strom und Gas, berichtet fr.de

Doch wie viel Geld haben deutsche Rentner und Rentnerinnen im Durchschnitt monatlich zur Verfügung? Alles Wissenswerte im Überblick.

Rente: So viel Geld gibt es durchschnittlich im Monat

Die Deutsche Rentenversicherung zahlte im Jahr 2021 nach eigenen Angaben rund 858.000 Renten wegen Alters aus, darunter auch Altersrenten für langjährig Versicherte. Etwa 700.000 Renten wurden in den alten Bundesländern ausgezahlt, knapp 158.000 in den neuen.

Frauen erhalten im Schnitt weniger Rente als Männer.
Frauen erhalten im Schnitt weniger Rente als Männer. © Michael Gstettenbauer/imago

Unterschiede bei der monatlichen Zahlung ließen sich vor allem zwischen Frauen und Männern erfassen. Aber auch zwischen den alten und den neuen Bundesländern zeigten sich deutliche Verschiebungen. Der Rentenbetrag ist dabei abzüglich des Beitrags zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu verstehen.

Durchschnittliche Rente von Frauen/Männern im Jahr 2021
Alte Bundesländer809 Euro/1218 Euro
Neue Bundesländer1070 Euro/1141 Euro
Statistik der Deutschen Rentenversicherung (Stand: 30. Juni 2022)

Rente: Besonders langjährig Versicherte erhalten deutlich mehr

Wie aus der Statistik der Deutschen Rentenversicherung außerdem hervorgeht, erhielten 2021 besonders langjährig Versicherte deutlich mehr Geld. Männer bekamen in den alten Bundesländern nach 45 Beitragsjahren durchschnittlich 1664 Euro, Frauen 1220 Euro. In den neuen dagegen erhielten Männer im Schnitt 1350 Euro und Frauen 1286 Euro.

Dabei erreichten bei Weitem nicht alle Versicherten die 45 Beitragsjahre. Vor allem Frauen und Männer aus den alten Bundesländern lagen im Jahr 2021 durchschnittlich am weitesten davon entfernt. Auf so viele Beitragsjahre kamen Frauen und Männer laut Deutscher Rentenversicherung:

GeschlechtBeitragsjahre im Durschnitt (2021)
Männer (alte Bundesländer)40,68 Jahre
Frauen (alte Bundesländer)28,59 Jahre
Männer (neue Bundesländer)44,39 Jahre
Frauen (neue Bundesländer)41,63 Jahre
Statistik der Deutschen Rentenversicherung (Stand: 30. Juni 2022)

Frauen bekommen im Schnitt weniger Rente – Was dahinter steckt

Der Unterschied, dass Frauen – sowohl in West als auch in Ost – im Schnitt weniger Rente bekommen und kürzere Beitragszeiten haben, ist Gegenstand vieler Untersuchungen. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Familiengründung der Haupteinflussfaktor für den Unterschied bei der Rente ist, wenn auch nicht der einzige“, erklärte Ökonomin Alexandra Niessen-Ruenzi dazu gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Aber auch die Berufswahl sei entscheidend. „So wählen Frauen häufiger soziale Berufe, was durch die schlechtere Bezahlung dieser Berufe dazu führt, dass sie weniger Rentenansprüche als Männer erwerben“, sagte die Expertin im Interview. Ein Grund sei auch, dass Frauen nach der Elternzeit oft in Teilzeitmodellen arbeiten würden und dadurch schlechtere Aufstiegschancen hätten. (kas)

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