Geldautomatengebühr: Obergrenze soll rasch kommen

Berlin - Geld an fremden Bankautomaten abzuheben, kann teuer sein. Im Konflikt um die Einführung einer Obergrenze für diese Gebühren drückt das Bundesverbraucherministerium nun aufs Tempo.

“Wir fühlen uns in unserer Haltung bestätigt“, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Er reagierte damit auf die Ablehnung einer Obergrenze von 5 Euro für das Abheben an fremden Geldautomaten durch das Kartellamt. “Die Banken müssen schnell zu einer tragfähigen und realistischen Lösung kommen.“ Außerdem sollten die Kunden möglichst schnell am Geldautomaten über die Höhe der Gebühr informiert werden.

Kartellamt lehnt Automatengebühr von 5 Euro ab

Das Bundeskartellamt lehnt eine Gebühr von maximal fünf Euro für das Abheben von Bargeld an fremden Geldautomaten ab. Dem Zentralen Kreditausschuss (ZKA) sei in einem Brief am Montag mitgeteilt worden, dass die bisherigen Vorschläge für die Umstellung der Preisstruktur die kartellrechtlichen Forderungen nicht erfüllten, hieß es in einer Stellungnahme der Bonner Behörde vom Mittwoch. Der ZKA sei aufgefordert, seine Vorschläge zu überarbeiten. Damit bestätigte das Kartellamt einen Bericht der “Financial Times Deutschland“ (Mittwoch).

Das Bundeskartellamt lehne die vorgeschlagene Höchstgebühr ab, “weil diese eine beachtliche Höhe haben soll und es zugleich kaum Anreize für die Automatenbetreiber geben wird, Preise unter diesem Höchstentgelt zu verlangen“, hieß es in der Erklärung. Durch diese Vorschläge würden die wettbewerblichen Probleme der bisher praktizieren Vereinbarungen für Fremdkunden an Geldautomaten nicht beseitigt.

dpa

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