Modeschöpferin Laura Biagiotti gestorben

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Gelungenes Börsendebüt für Osram

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Wolfgang Dehen (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Osram Licht AG, läutet auf dem Parkett der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main im Beisein von Reto Francioni (r.), Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG, und Osram-Technikvorstand Peter Laier die Börsenglocke.

Frankfurt/Main - Im dritten Anlauf hat der Lichtspezialist Osram den Börsenstart geschafft. Die Siemens-Aktionäre profitieren von dem gelungenen Debüt.

Der Lichtspezialist Osram hat ein gelungenes Börsendebüt gefeiert. Nach 24,00 Euro zum Start notierten die Aktien am Montag im Handelsverlauf zwar nur bei gut 23,50 Euro, doch sprachen Analysten insgesamt von einer freundlichen Aufnahme. Wegen der nur vorübergehenden Einordnung des Osram-Papiers in den Leitindex Dax war mit Kurs-Abschlägen gerechnet worden. Zuvor hatte der Elektrokonzern Siemens den traditionsreichen Lichtkonzern nach 94 Jahren in die Selbstständigkeit entlassen.

Osram-Chef Wolfgang Dehen sprach von einem historischen Schritt für den Traditionskonzern: „Das heutige Listing schlägt ein neues Kapitel in der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte auf und eröffnet große Chancen für die künftige Entwicklung des Unternehmens“, erklärte er bei der Börsenpremiere.

Die Siemens-Aktien profitierten von dem Schritt am Montag mit kräftigen Kursgewinnen: Am Nachmittag lagen sie zeitweise um knapp zwei Prozent im Plus bei rund 79 Euro. Einen klassischen Börsengang für Osram hatte Siemens noch vor einem Jahr wegen der unsicheren Lage an den Finanzmärkten abgesagt. Stattdessen haben die Siemens-Aktionäre nun für je 10 Papiere des Elektrokonzerns eine Osram-Aktie ins Depot gebucht bekommen.

Die Osram-Erstnotiz mischte auch den Dax auf: Für einen Tag zählte der Leitindex inklusive Osram 31 statt 30 Mitglieder. Das hat es in der 25-jährigen Geschichte des Dax nur einmal zuvor gegeben, und zwar bei der Abspaltung der ehemaligen Bayer-Sparte Lanxess.

Wegen des harten Wettbewerbs durchläuft Osram bis 2014 ein umfangreiches Sparprogramm, bei dem weltweit insgesamt elf von ehemals 43 Standorten dichtgemacht oder verkauft werden sollen. In fünf Werken produziert Osram bereits nicht mehr oder hat sie abgestoßen. In Deutschland fällt insgesamt mehr als jede zehnte Stelle weg, weltweit sind es rund 8000. Mit dem Programm sieht Osram sich gut im Plan, wie Dehen in einem Interview der Zeitung „Die Welt“ (Montag) bekräftigte.

Osram gehörte seit 1919 zu Siemens. Das Unternehmen ist derzeit neben Philips der größte Lampenhersteller der Welt. Siemens hatte Osram schon 2011 selbst an die Börse bringen und so auch die eigene Kasse auffüllen wollen, das Vorhaben aber angesichts der schwachen Kapitalmärkte verschoben und schließlich aufgegeben. Für den Sprung in die Selbstständigkeit hat Siemens Osram noch eine Kapitalspritze von 1,2 Milliarden Euro mit auf den Weg gegeben.

Der Aktionärsverband SdK (Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger) setzt sich dafür ein, dass Osram zu seinen historischen Wurzeln zurückfindet. Sie forderte den Berliner Senat auf, sich dafür einzusetzen, die Unternehmenszentrale wieder nach Berlin zu verlegen. „Osram wurde in Berlin gegründet und hat hier seinen zweitgrößten Produktionsstandort“, sagte SdK-Experte Michael Kunert der „Berliner Zeitung“ (Dienstag). Eine räumliche Trennung von Siemens wäre ein gutes Signal für den Schritt in die Eigenständigkeit. Osram habe zudem das Potenzial, in den Dax aufzusteigen. Seit der Übernahme von Schering durch Bayer im Jahr 2006 hat die Hauptstadt keinen einzigen Dax-Konzern mehr.

dpa

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