Ganz Portugal liegt lahm

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Die beiden wichtigsten Gewerkschaftsdachverbände Portugals haben zum Streik aufgerufen.

Lissabon - Im hoch verschuldeten Euro-Land Portugal hat am Donnerstag ein eintägiger Generalstreik gegen das Sparprogramm der Regierung begonnen. Auch deutsche Urlauber sind davon betroffen.

Medien berichteten schon am frühen Vormittag von einer hohen Beteiligung. Landesweit soll es neben der 24-stündigen Arbeitsniederlegung auch rund drei Dutzend Kundgebungen geben. Es ist erst der dritte gemeinsame Streikaufruf der beiden wichtigsten Gewerkschaftsdachverbände - nach 1988 und November 2010.

Der Ausstand trifft auch zahlreiche Urlauber aus Deutschland und anderen Ländern. Die Luftfahrtbehörden teilten mit, dass es nur Flüge zu den Atlantikinseln Azoren und Madeira geben werde. Der öffentliche Verkehr sei stark beeinträchtigt, die Müllabfuhr und die Postverteilung völlig zum Erliegen gekommen, berichteten Medien.

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Der Streik findet sechs Tage vor der geplanten Verabschiedung des umstrittenen Sparhaushalts statt. Nächstes Jahr sollen unter anderem die Ausgaben für Gesundheit und Bildung um zehn Prozent gesenkt werden. Den Bediensteten und Rentnern des Staates, die mehr als 1000 Euro beziehen, soll das 13. und das 14. Gehalt gestrichen werden.

Als Gegenleistung für das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) muss Portugal in diesem Jahr das Haushaltsdefizit von 9,8 Prozent (2010) auf 5,9 Prozent senken. Das Ziel für 2012 beträgt 4,5 Prozent. Infolge dieser Bemühungen wird die Wirtschaft des Landes nach jüngster Schätzung der Regierung dieses Jahr um 1,6 und 2012 um 3,0 Prozent schrumpfen.

dpa

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