Feiern auf Verbandskosten?

Genossenschaftspräsident Götzl lässt Amt ruhen

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Stephan Götzl ist seit 2005 Präsident des Genossenschaftsverbandes.

München - Private Reisen und Feiern auf Kosten des Genossenschaftsverbands (GVB)? Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Verbandspräsident Stephan Götzl wegen Untreue.

Seit Dienstagabend lässt Götzl sein Amt ruhen. Darauf hat er sich mit dem Personalausschuss des Verbandsrats geeinigt. Der Vorsitzende des GVB-Verbandsrats, Konrad Irtel, sagte: „Wir werden die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen vollumfänglich unterstützen und dazu beitragen, die im Raum stehenden Vorwürfe aufzuklären.“ Eine unabhängige Anwaltskanzlei sei bereits mit der Aufarbeitung der Sachverhalte beauftragt worden.

Laut Staatsanwaltschaft wird geprüft, ob Götzl „unberechtigt privat veranlasste Aufwendungen“ beim Verband abgerechnet habe. Götzl selbst wollte sich gestern nicht zu dem laufenden Ermittlungsverfahren äußern. Der Verband bestätigte aber gegenüber unserer Zeitung, dass es am 19. Mai eine staatsanwaltschaftliche Durchsuchung von Räumen des GVB gegeben habe.

Der GVB vertritt die Interessen der genossenschaftlichen Unternehmen in Bayern, darunter auch die Volks- und Raiffeisenbanken, und gehört damit zu den größten Wirtschaftsverbänden im Freistaat.  

mm/dpa

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