Geschäftsführer von Sal. Oppenheim tritt zurück

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Räumt seinen Posten: Matthias Graf von Krockow.

Frankfurt/Köln - Der Geschäftsführer der angeschlagenen Privatbank Sal. Oppenheim, Matthias Graf von Krockow, hat seinen Posten geräumt.

Der vom neuen Besitzer Deutsche Bank entsandte Generalbevollmächtigte Wilhelm von Haller übernimmt mit sofortiger Wirkung den Vorstandsvorsitz bei der Privatbank Sal. Oppenheim. Er löst damit Matthias Graf von Krockow ab, der sich entschlossen habe, zum 24. Dezember seine Funktion niederzulegen, teilte Sal. Oppenheim am Dienstag in Köln mit. Zu weiteren Mitgliedern des Vorstands wurden den Angaben zufolge Wolfgang Leoni und François Pauly berufen. Leoni war bisher Geschäftsführer der Oppenheim Kapitalanlagegesellschaft, Pauly war Generaldirektor von Sal. Oppenheim in Luxemburg.

Die Privatbank bestätigte zugleich Mutmaßungen über eine vollständige Ablösung des alten Vorstands, der ins Visier der Finanzaufsicht BaFin geraten war. Zum 15. Januar sollten Christopher Freiherr von Oppenheim, Friedrich Carl Janssen und Dieter Pfundt aus der Geschäftsleitung der Bank sowie Friedrich Carl Janssen und Dieter Pfundt als persönlich haftende Gesellschafter ausscheiden. Baron Oppenheim werde auch weiterhin der Bank verbunden bleiben.

Branchenprimus Deutsche Bank hatte Ende Oktober die komplette Übernahme der 220 Jahre alten Privatbank Sal. Oppenheim angekündigt. In den Finanzkreisen hieß es weiter, der Rückzug der Oppenheim-Führung sei eine Lösung, die die Bank für sich selbst gefunden habe. Sie sei nicht von der Deutschen Bank initiiert gewesen.

ap

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