Gibt es immer einen Verfallszeitpunkt?

Geschenkgutscheine: Was Sie wissen müssen

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Viele haben Gutscheine zu Weihnachten bekommen - oder verschenkt

München - Gutscheine statt Geschenke wird immer mehr zum Trend. Doch das hat seine Tücken, weiß Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale . Damit es keine Probleme gibt, haben wir Tipps für Sie.

- Ist der Gutschein befristet – in der Regel mindestens ein Jahr –, sollte er innerhalb dieser Zeit eingelöst werden. Ausnahmen sind Gutscheine von Rabatt-Portalen wie Groupon oder Daily Deal. Die sind oft nur wenige Wochen einlösbar.

- Ist keine Gültigkeitsdauer aufgedruckt, verfällt ein Gutschein nach drei Jahren – gerechnet ab dem Ende des ersten Kalenderjahres, in dem der Gutschein gekauft wurde.

- Ist die aufgedruckte Frist abgelaufen, ist ein Gutschein verjährt. Aber: So lange die dreijährige Verjährungsfrist läuft, muss der Händler den Geldwert des Gutscheins erstatten. Er darf seinen entgangenen Gewinn abziehen, meist 15 bis 20 Prozent.

- Will der Beschenkte Bares statt Ware, muss der Verkäufer nicht darauf eingehen. Anders sieht es allerdings aus, wenn ein Händler die Ware nicht bis zum Fristablauf beschaffen kann.

- Wer seinen Gutschein selbst nicht einlösen will, kann ihn verkaufen – über Internet oder Zeitung. Er bleibt auch gültig, wenn ein fremder Name draufsteht.

- Man darf einen Gutschein nach und nach einlösen. Voraussetzung: Die Leistung muss teilbar sein. Zum Beispiel kann man für einen 50-Euro-Gutschein an verschiedenen Tagen drei Bücher kaufen.

- Reicht der Geldwert für ein Geschenk nicht mehr aus, muss der Beschenkte die Differenz selbst draufzahlen.

tz

Tipps für sicheres Online-Shopping

Online-Geschäfte sollte man nur mit seriösen Händlern machen. Auf deren Internet-Seiten sind Allgemeine Geschäftsbedingungen, Impressum, Angaben zum Datenschutz und zu Kontaktmöglichkeiten stets leicht zu finden. Es lohnt zunächst einen Blick darauf zu werfen. © dpa
Die Übertragung von Bank- oder Kreditkartendaten muss bei Online-Geschäften über eine verschlüsselte Verbindung erfolgen. Diese wird durch kleines geschlossenes Schloss unten rechts in Internet-Browser angezeigt. © dpa
Für sicheres Online-Shopping muss auch der heimische PC sicher sein. Dafür sorgen regelmäßige Updates des Betriebssystems, die stets aktuelle Version des Browsers und ein Virenprogramm auf dem neuesten Stand. Für den Online-Geschäftsverkehr mit verschiedenen Partner sollte man stets unterschiedliche Passwörter verwenden. Wenn ein Passwort doch einmal in die Hände von Betrügern gerät, können diese dann weniger Schaden anrichten. © dpa
Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens sechs Zeichen und einer Mischung von großen und kleinen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Passwörtern nicht in der Nähe des Computers aufschreiben. Auf einen Anruf oder eine Mail hin, darf man nie ein Passwort preisgeben. Betrüger geben sich oft als Mitarbeiter von Online-Shops oder Banken aus. Seriöse Unternehmen fragen nie nach dem Passwort. © 
Die Internet-Adresse der Bank oder des Online-Shops sollte man stets selbst über den Browser und nicht über Links anwählen. Ein zugesandter Link kann auf eine gefälschte Seite führen. Sogenannte “Phishing Mails“ locken mit Links auf Seiten, die etwa dem Auftritt der eigenen Bank täuschend ähnlich sehen. Dort wird zur Eingabe von Passwörtern oder Kreditkartendaten aufgefordert, die der Absender der Mail dann für Betrügereien nutzen kann. © 
Auch gegenüber Geschäftspartnern sollte man nur die eigenen Daten preisgeben die für die geplante Transaktion notwendig sind. In der Regel sind das die Adresse und die Informationen zum Zahlvorgang. © dpa

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