Gewerkschaften drohen mit Warnstreiks im Winterdienst

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Kann auch Ernst machen: dbb-Chef Peter Heesen.

Hamburg - Vor der dritten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst drohen die Gewerkschaften, die Warnstreiks auch auf den Winterdienst auszuüben.

“Wir könnten auch Ernst machen“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbund, Peter Heesen, dem “Hamburger Abendblatt“ (Montagausgabe). Bisher sei der Bereich Straßendienst für tabu erklärt worden, da bei diesen Witterungsverhältnissen jeder Mann gebraucht werde. “Wir wären aber in der Lage, auch hier Warnstreiks durchzuführen“, betonte Heesen.

Der Verbandschef warf zugleich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Provokation vor: “Warnstreiks sind eine Antwort darauf, dass die Arbeitgeber in der zweiten Runde noch kein Signal gegeben haben.“ Bei drei geplanten Verhandlungsrunden wäre das jetzt nötig gewesen. Das habe die Gewerkschaften nicht gerade erfreut, zumal der Verhandlungsführer des Bundes gesagt habe, er sei nicht gekommen, um etwas zu geben, sondern um etwas zu holen. “Das war taktisch keine Meisterleistung“, sagte Heesen.

apn

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