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Höchstrente von über 3000 Euro: Wie viel man dafür verdienen muss

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Von: Patricia Huber

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Die gesetzliche Rente ist auf einen Höchstbetrag begrenzt. Wer jahrelang gut verdient, hat auch im Alter viel Geld zur Verfügung. Doch für die meisten Arbeitnehmer ist das kaum zu erreichen.

Hamburg – Die Höhe der späteren gesetzlichen Rente ist abhängig von der Anzahl der gesammelten Rentenpunkte. Denn je mehr Rentenpunkte man verdient hat, desto höher fällt auch die Rente später aus. Das liegt daran, dass der sogenannte Rentenwert bei der Berechnung der Rentenhöhe mit diesen Punkten multipliziert wird. Wie viele Rentenpunkte man in einem Jahr verdient, hängt vom Arbeitslohn ab. Je höher dieser ausfällt, desto mehr Punkte erhält man auch.

Rente: So viele Rentenpunkte gibt es 2023 maximal

Nun könnte man meinen, dass Spitzenverdiener sich so auch eine enorm hohe Rente verdienen. Doch hier hat das Gesetz einen Riegel vorgeschoben. Wer mit seinem Gehalt die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, muss keine Rentenbeiträge auf das Einkommen über dieser Grenze zahlen – erhält aber auch keine Rentenpunkte mehr.

2023 liegt diese Grenze in Westdeutschland bei 87.600 Euro Jahreseinkommen. Im Osten beträgt die Beitragsbemessungsgrenze 85.200 Euro. Anhand dieser Grenze kann auch berechnet werden, wie viele Rentenpunkte pro Jahr man verdienen kann. Denn wer genau das Durchschnittsentgelt verdient, erhält einen Rentenpunkt. In diesem Jahr liegt dies vorläufig bei 43.142 Euro.

Musterrechnung: Maximale Rentenpunkte 2023

Westen: 87.600 Euro / 43.142 Euro = 2,03 Rentenpunkte

Osten: 85.200 Euro / 43.142 Euro = 1,97 Rentenpunkte

Die Höchstrente ist für die meisten Senioren kaum erreichbar.
Die Höchstrente von über 3000 Euro ist für die meisten Senioren kaum erreichbar. (Symbolfoto) © IMAGO / Westend61

Höchstrente: In der Regel kaum zu erreichen

Knapp über zwei Rentenpunkte ist also das Maximum, welches in diesem Jahr in Westdeutschland erreicht werden kann. Anhand dieses Wertes könnte man nun eine exemplarische Höchstrente berechnen. Exemplarisch deswegen, weil man dafür sein gesamtes Arbeitsleben lang die Beitragsbemessungsgrenze erreichen müsste. Doch dabei handelt es sich bei weitem um kein reguläres Einstiegsgehalt. Daher ist die Höchstrente also wohl kaum zu erreichen.

Höchstrente in Westdeutschland:

45 Beitragsjahre x 2 Rentenpunkte x 36,02 Euro (Rentenwert, Stand: Mai 2023) = 3242 Euro

Dass diese Rentenhöhe für die meisten Rentner kaum zu erreichen ist, zeigen auch die Zahlen des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Die Rente für langjährig Versicherte in Deutschland betrug Ende 2021 durchschnittlich 1370 Euro, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Im Osten waren es demnach nur 1255 Euro, im Westen 1423 Euro monatlich. Von der Höchstrente ist der durchschnittliche deutsche Senior also recht weit entfernt. (ph)

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