Schuldenkrise: Griechenland laut EU auf Kurs

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Brüssel/Athen - Eine Verlängerung der Kredite für das krisengeschüttelte Griechenland ist nach Angaben der EU-Kommission nicht nötig. Das Sparprogramm werde effektiv umgesetzt.

Die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen seien beachtlich zurückgegangen, sagte Kommissionssprecher Amadeu Altafaj-Tardio am Dienstag. “Wir gehen davon aus, dass sich Griechenland ab 2012 wieder vollständig am Markt mit Geld versorgen kann.“

Bundesregierung lehnt Kreditverlängerung ab

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hatte sich in einem Interview zu einer Streckung der Milliardenkredite über den auf drei Jahre begrenzten Zeitraum hinaus bereit erklärt, sollte Athen weiterhin Probleme haben. Die Bundesregierung wies das Angebot umgehend zurück. Der im Frühjahr aufgespannte Rettungsschirm muss aus Sicht Berlins ausreichen.

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Beim Defizitabbau kommt Athen nach eigenen Angaben schneller voran als von IWF und EU im Gegenzug für die Notkredite von 110 Milliarden Euro verlangt. Das Finanzministerium teilte am Dienstag mit, die Neuverschuldung habe in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 31,1 Prozent gedrückt werden können. Das Soll lag bei 26,9 Prozent. Allerdings haben Experten der EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag in Athen mit einer eigenen Prüfung der Bücher begonnen. Sie wollen am 22. Oktober ihre Zahlen vorlegen.

Defizit höher als von Griechenland angegeben

Nach griechischen Medienberichten lag das Defizit 2009 statt bei 13,6 bei 15,1 Prozent und damit noch höher, als nach mehrmaligen Korrekturen von griechischer Seite angegeben. Sollten sich die Zahlen bestätigen, könnte eine Verschärfung des Sparkurses notwendig werden.

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