Großer Lohn-Vergleich: Wer am meisten verdient

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Topverdiener: Eine Zahnärztin bei der Arbeit.

München - Bei der Berufs- und Studienwahl geht es vielen Schulabgängern zunächst um die persönliche Neigung. Ein Blick auf den später zu erwartenden Stundenlohn kann aber sicher auch nicht schaden.

Wenig verwunderlich ist, dass Zahnärzte sowohl bei Männern als auch bei den Frauen die Topverdiener sind. Nicht nur ein Studium kann den Weg zu einem Topeinkommen ebnen – das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist in einer Studie der Frage nachgegangen, wie viel ein Studium oder eine Ausbildung am Ende finanziell bringt.

Dabei geht es nicht um Tariflöhne, sondern um den tatsächlichen Stundenlohn während eines ganzen Berufslebens. Dafür haben die Wissenschaftler des DIW die Angaben von über 190 000 Menschen ausgewertet. Eine unglaubliche Datenmenge – vom Berufseinstieg bis zur Rente! Obwohl die Ausbildung an einer Universität länger dauert als eine betriebliche Ausbildung und die Absolventen dadurch kürzer im Berufsleben die Gelegenheit haben, Geld zu verdienen, liegen akademische Abschlüsse trotzdem an der Spitze der Gehaltsliste. Zahn- und Humanmediziner sind die Spitzenverdiener, Betriebswirte und Juristen folgen. Am unteren Ende der Tabelle hingegen finden sich die Geisteswissenschaftler – so weit bestätigt die Studie gängige Uni-Klischees.

Die Dominanz der akademischen Abschlüsse brechen die Versicherungskaufleute, Logistikexperten und Buchhalter. Sie alle erzielen mit ihrer betrieblichen Ausbildung hohe Stundenlöhne. Architekten hingegen landen – entgegen des Klischees – nur im Mittelfeld. Viele von ihnen arbeiten in fachfremden Bereichen oder in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen.

Für die Studie zählt nur der erreichte Abschluss. Ob die Menschen hinterher auch in der Branche arbeiten oder etwas völlig anderes machen spielt keine Rolle.

Der wichtigste Unterschied ist allerdings der zwischen Mann und Frau. Für Frauen etwa ist ein Lehramtsstudium deutlich rentabler als für ihre männlichen Kollegen. Die deutlichen Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sie wegen der Erziehungszeiten seltener befördert wurden.

Hier geht's zur Lohntabelle.

Mk.

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