Schnäppchen-Portal

Groupon häuft weitere Verluste an

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Das Schnäppchen-Portal Groupon kommt einfach nicht aus den roten Zahlen heraus.

Chicago - Das Schnäppchen-Portal Groupon kommt einfach nicht aus den roten Zahlen heraus. Im vergangenen Quartal lief ein Verlust von 81 Millionen Dollar (59 Mio Euro) auf.

Das teilte das Unternehmen am Donnerstag am Sitz in Chicago mit. Das war genauso viel wie im Vorjahreszeitraum. Auch für das laufende Quartal rechnet Groupon mit einem Verlust. Die Anleger ließen die Aktie am Freitag um rund 15 Prozent abstürzen.

Dabei waren die Geschäfte zuletzt besser gelaufen: Der Umsatz kletterte um 20 Prozent auf 768 Millionen Dollar. „Die Kunden haben verstärkt auf Groupon geschaut, um ihre Weihnachtseinkäufe zu tätigen“, erklärte Firmenchef Eric Lefkofsky. Entsprechend stiegen aber auch die Kosten, die das Unternehmen schultern musste.

Zudem baut Groupon sein Geschäft mit Übernahmen aus, die am Gewinn zehren. So werden zwei jüngste Zukäufe das Ergebnis im laufenden Quartal voraussichtlich um 20 Millionen Dollar drücken. Groupon hatte die Mode-Website Ideeli und die südkoreanische Handelsplattform Ticket Monster gekauft. Unter anderem die Kosten für die Eingliederung dieser Firma sollen im laufenden Vierteljahr abermals zu einem Verlust führen.

Bei Groupon können Kunden Rabattgutscheine von Dienstleistern, Restaurants oder Händlern kaufen. Das Unternehmen war anfangs rasant gewachsen, verrante sich aber beim internationalen Ausbau des Geschäfts.

Der neue Chef Eric Lefkofsky versucht, das Angebot von den täglichen E-Mail-Newslettern zu einer Art Datenbank für Rabattangebote umzusteuern. Das funktioniert vor allem in den USA. Dort startete Groupon vor wenigen Wochen auch ein neues Selbstbedienungs-System für Händler, die Rabatte anbieten wollen. Lefkofsky betonte bisher, die roten Zahlen sollten nicht überbewertet werden, da das Unternehmen noch im Wachstum sei.

Die Börse ist schon lange skeptisch: Die Aktie kostete zuletzt mit rund zehn Dollar die Hälfte vom Ausgabepreis aus November 2011, auch wenn sie sich von zwischenzeitlichen Tiefständen bei nur drei Dollar erholen konnte. Im frühen New Yorker Handel am Freitag rutschte der Kurs unter neun Dollar.

dpa

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