IHK fordert: Schluss mit Euro-Diskussion!

Berlin - Nach der Wahl in Griechenland hat der Vorsitzende der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer (IHK) ein Ende der Euro-Debatte verlangt.

Diese Diskussion sei tödlich für die griechische Wirtschaft, sagte Martin Knapp am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Dennoch habe es in den vergangenen Monaten eine deutliche Steigerung der griechischen Exporte gegeben. „Das heißt, es gibt auch Unternehmen, die konkurrenzfähig sind“, betonte Knapp.

Sieger und Verlierer der Griechenland-Wahl

Nach Auszählung fast aller Stimmen kam die konservativen Neo Dimokratia (ND)  bei der Wahl vom Sonntag auf 29,7 Prozent oder 129 Sitze, vor der radikalen Linksallianz Syriza, die eine Aufkündigung des Sparkurses anstrebt. © dpa
„Das griechische Volk hat heute dafür gestimmt, dass Griechenland auf dem europäischen Weg und in der Eurozone bleibt“, sagte der ND-Vorsitzende Antonis Samaras. „Dies ist ein Sieg für ganz Europa.“ © dpa
Die Wähler hätten sich für eine Politik entschieden, die Arbeitsplätze, Wachstum, Gerechtigkeit und Sicherheit bringe. © dpa
Sozialisten-Chef Evangelos Venizelos schlug die Bildung einer möglichst breiten Regierung aus Konservativen, Sozialisten, radikalen sowie gemäßigten Linken vor. © dpa
Zusammen mit der sozialistischen Pasok-Partei, die auf 12,3 Prozent kommt, würde die NP über eine Mehrheit von 162 Mandaten im 300 Sitze zählenden Parlament verfügen. © dpa
Syriza-Chef Alexis Tsipras räumte seine Niederlage ein und erklärte, er habe Samaras zum Sieg gratuliert. © dpa
Allerdings betonte Syriza-Chef Alexis Tsipras, seine Partei wolle stärkste Oppositionskraft bleiben. Das Volk habe innerhalb von sechs Wochen zum zweiten Mal das Sparpaket verurteilt. © dpa
Das radikale Linksbündnis Syriza, das eine Aufkündigung des Sparprogramms angekündigt hatte, wurde mit 26,9 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft. Die Wahlbeteiligung lag bei gut 62 Prozent. © dpa
In letzter Konsequenz ging es bei der Wahl um die Frage, ob Athen in der Eurozone bleibt oder zur Drachme zurückkehrt. © dpa
Syriza-Anhänger jubeln Parteichef Alexis Tsipras zu. © dpa
Syriza-Anhänger jubeln Parteichef Alexis Tsipras zu. © dpa
Syriza-Anhänger jubeln Parteichef Alexis Tsipras zu. © dpa

Griechenland sei nicht so rückständig, wie es immer dargestellt werde, sagte der IHK-Vorsitzende weiter. Zugleich warnte er vor einem Scheitern gesunder griechischer Unternehmen. Die Wirtschaft des Landes liege am Boden, Firmen gingen pleite, das greife zunehmend auf den gesunden Kern der Wirtschaft über. Er appellierte, den Verbleib Griechenlands in der Eurozone nicht kaputtzureden.

dapd

Rubriklistenbild: © dapd

Auch interessant

Meistgelesen

BMW geht Münchner Mitarbeitern massiv ans Geld - Sorge auch um Audi-Stammwerk in Ingolstadt
BMW geht Münchner Mitarbeitern massiv ans Geld - Sorge auch um Audi-Stammwerk in Ingolstadt
Deutsche Thomas Cook mit weiterer Hiobsbotschaft für Urlauber - „Wir bedauern sehr...“
Deutsche Thomas Cook mit weiterer Hiobsbotschaft für Urlauber - „Wir bedauern sehr...“
Internationale Modekette pleite: „Alles muss raus“-Schilder in deutscher Filiale
Internationale Modekette pleite: „Alles muss raus“-Schilder in deutscher Filiale
Ferdinand Piëch: Großes Familiengeheimnis des Ex-VW-Chefs gelüftet
Ferdinand Piëch: Großes Familiengeheimnis des Ex-VW-Chefs gelüftet

Kommentare