Zwischen EU und China

Handelsstreit verschärft sich

Brüssel - Mit einer offiziellen Beschwerde gegen hohe chinesische Zölle auf die Einfuhr von nahtlosen Edelstahlrohren aus der EU hat sich der Handelsstreit zwischen der Europäischen Union und China am Donnerstag weiter verschärft.

Die EU schloss sich am Donnerstag bei der Welthandelsorganisation WTO in Genf einer Klage Japans an, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Sie richtet sich gegen die ihrer Ansicht ungerechtfertigten Anti-Dumping-Zölle, die China im November 2012 gegen die EU verhängte.

Die EU und China liegen bereits wegen Strafzöllen der EU gegen die Einfuhr von Solarmodulen aus China im Streit. Die Anfang Juni verhängten EU-Zölle wegen angeblicher chinesischer Dumpingpreise sind auch innerhalb der EU umstritten. Peking hatte daraufhin Anti-Dumping-Ermittlungen gegen Einfuhren von Wein aus der EU nach China angekündigt.

Die chinesischen Zölle in Höhe von 9,7 und 11,1 Prozent behinderten den Zugang zum chinesischen Markt „erheblich“, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission. Zu den wichtigsten Herstellern dieser Rohre zählt die deutsche Salzgitter AG. Mit den Zöllen auf nahtlose Edelstahlrohre reagierte China nach Ansicht von Diplomaten auf höhere Zölle, die seit 2011 von der EU auf chinesische Rohre erhoben werden.

dpa

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