Hauptstadtflughafen gibt Suche nach Generalplaner auf

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Nicht zu beneiden: Der Technikchef des noch immer unvollendeten Hauptstadtflughafens Jörg Marks. Foto: Bernd Settnik

Schönefeld (dpa) - Der unvollendete Hauptstadtflughafen hat die Suche nach einem Generalplaner aufgegeben. Auch eine zweite europaweite Ausschreibung blieb erfolglos. Die Flughafengesellschaft habe das Verfahren nun "aus formalen Gründen" aufgehoben, teilte das Unternehmen in Schönefeld mit.

Dem Vernehmen nach wurden die Angebote als zu teuer bewertet. Eine erste Ausschreibung war im Juli 2014 erfolglos geblieben.

Die ergebnislose Suche hat nach Darstellung der Flughafen GmbH keine negativen Folgen für den Weiterbau des neuen Airports, der mit sechs Jahren Verspätung im zweiten Halbjahr 2017 eröffnet werden soll. Vielmehr seien die bis Juli nötigen Planungsleistungen in den vergangenen Tagen bereits an vier Planungsbüros vergeben worden. Das ist rechtlich zulässig, wenn zuvor eine Ausschreibung keinen Erfolg brachte.

Bei den Planungen geht es um die Fertigstellung der komplexen Entrauchungsanlage und Nachträge zur Baugenehmigung des gesamten Projekts. Diese könnten nun ohne Unterbrechung fortgeführt werden, stellte der Technikchef Jörg Marks fest. Die Auftragsvergabe an vier Firmen bewertete er sogar als Vorteil: "Gleichzeitig erhöhen wir durch die Aufteilung auf mehrere Planungsbüros die Flexibilität bei den nun anstehenden Planungsarbeiten."

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