Hitzige Hauptversammlung bei HRE erwartet

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München - Dem Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate steht an diesem Donnerstag eine hitzige Hauptversammlung bevor. Aktionärsvertreter rechnen mit lautstarker Kritik, weil viele Anleger immer noch wütend über die Verstaatlichung des Konzern sind.

Die meisten Aktionäre haben ihre Anteile bereits an den Bund verkauft, die restlichen werden gegen eine Abfindung aus dem Unternehmen gedrängt. Die zwangsweise Verstaatlichung wird nach Einschätzung von Aktionärsvertretern aber nochmals für viel Zündstoff sorgen.

Im Mittelpunkt der Hauptversammlung in München steht die Aufklärung der Vorgänge, die im vergangenen Jahr fast zur Pleite des Konzerns geführt haben. Der Aufsichtsrat will dazu einen Sonderprüfer bestellen.

Thema könnte auch die Bezahlung der HRE-Vorstände werden. Vorstandschef Axel Wieandt kassierte zu Jahresbeginn eine Sonderzahlung von 500 000 Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch nach einem Bericht des Magazins "Stern" bestätigte. Es sei bereits bekannt, dass der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. April einen neuen Dienstvertrag mit Wieandt geschlossen habe, der den HRE-Chef schlechter stelle, erklärte die HRE. "Für den Verzicht auf den alten Dienstvertrag hat der Aufsichtsrat Axel Wieandt als Anerkennung eine Einmalzahlung in Höhe von 500 000 Euro gewährt." Das Thema sei auch ausführlich im Zwischenbericht zum ersten Quartal erläutert worden.

Bei dem Aktionärstreffen soll ein neuer Aufsichtsrat bestimmt werden, der künftig nur noch aus sechs statt bislang zwölf Mitgliedern besteht. Die bisherigen Aufsichtsräte, die ihre Posten im Herbst nach der Beinahe-Pleite der Bank übernommen hatten, gehen.

dpa

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