VDA-Chef Mattes

Rätselhafter Zeitpunkt: Deutschlands wichtigster Autolobbyist tritt während IAA zurück

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VDA-Präsident Mattes

Der Verband der deutschen Automobilindustrie muss sich einen neuen Chef suchen: Ausgerechnet während der IAA kündigt VDA-Chef Mattes seinen Rückzug an.

Update, 18.54 Uhr: Ob die Kritik an seiner Arbeit Bernhard Mattes dazu gebracht hat, sein Amt als Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zum Ende des Jahres niederzulegen, ist noch nicht klar. Vielleicht liegt es auch an der „tiefgreifendsten Transformation, die unsere Branche jemals bewältigen musste“, wie Mattes bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung (IAA) am Donnerstag in Frankfurt am Main die Situation für die Autobauer analysierte. Er wende sich im neuen Jahr neuen Aufgabe zu, teilte der VDA knapp zu dem Rücktritt mit. Die genauen Gründe für den Rücktritt wurden zunächst nicht bekannt. 

Keine Frage. Die Autoindustrie steht in letzter Zeit vermehrt unter dem Druck, sich neu aufzustellen und den veränderten klimatischen Bedingungen Rechnung zu tragen. So mancher Zukunftsvisionär will langfristig sogar ein Ende der Ära des privaten Autobesitzes sehen. Um solcher Kritik entgegenzutreten und den politischen Anforderungen an umweltfreundliches Fahren gerecht zu werden, stehen die Autobauer vor massiven Aufgaben. Dafür scheinen sie sich mehr Einsatz von Deutschlands obersten Autolobbyisten gewünscht zu haben. 

Deutschlands wichtigster Autolobbyist tritt während IAA zurück

Mattes wurde in den vergangenen Monaten unter anderem heftig kritisiert. So berichtete etwa der Spiegel in der vergangenen Woche unter Berufung auf einen hochrangigen Automanager, es gebe „Defizite in der politischen Unterstützung“ für die Industrie. Der einst so mächtige VDA verkaufe sich unter Wert. Kritiker halten Mattes demnach vor, er sei nicht eng genug mit den Entscheidungsträgern in Berlin und Brüssel vernetzt. Gerade jetzt, wo die Politik die Klimaziele verschärfe, brauche die Autoindustrie eine stärkere Stimme, so die Kritik.

Mattes steht seit März 2018 an der Spitze des Verbands. Zuvor war er viele Jahre Deutschlandchef des Autobauers Ford.  Vor ihm hatte Matthias Wissmann den Verband aus rund 600 Unternehmen aus der Branche, darunter eine Reihe von Herstellern und Zulieferern, vertreten. 

Rätselhafter Zeitpunkt: Deutschlands wichtigster Autolobbyist tritt während IAA zurück

Ursprungsmeldung vom 12. September: Berlin/Frankfurt am Main - Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Bernhard Mattes, legt zum Jahresende sein Amt nieder. Mattes werde sich neuen Aufgaben zuwenden, teilte der VDA am Donnerstag mit. 

Die Ankündigung kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt: Aktuell läuft in Frankfurt am Main die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA). Die IAA, eine der wichtigsten Automessen der Welt, wird vom Verband der Automobilindustrie veranstaltet. Am Donnerstag hatte auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Messe besucht.

Am Rande der IAA äußerte sich der Grünen-Politiker Boris Palmer über SUVs. Er ließ keine Zweifel über seine Abneigung aufkommen.

dpa/fn

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Kommentare

NW
(1)(0)

Habt doch endlich den Mut, alle KFZs radikal ab sofort zu verbieten. Bei den ganzen arbeitslosen BMW Mitarbeitern werden dann wenigstens genug Wohnungen frei in München. Garagen kann man dann in Ställe umbauen, für die kommenden Pferde-Besitzer wie mich...In einem Jahr fangen wir dann an die E-Autos zu dissen, welche erst ab einer sehr hohen Kilometerzahl sich Umweltschützend rechnen. Danach schaffen wir alle anderen bösen Dinge ab und leben in einem grünen Wolkeland.