IG-Metall-Chef:

"Arbeitgeber müssen Angebot nachbessern"

Für Jörg Hofmann ist das jüngste Angebot "eine Provokation und eine Kehrtwende der Lohnpolitik, die wir nicht mitmachen". Foto: Sebastian Willnow
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Für Jörg Hofmann ist das jüngste Angebot "eine Provokation und eine Kehrtwende der Lohnpolitik, die wir nicht mitmachen". Foto: Sebastian Willnow

Ulm - Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann von den Arbeitgebern ein neues Angebot verlangt.

"Wer auf der Arbeitgeberseite eine schnelle Verhandlungslösung will, dem empfehle ich, ein verbessertes Angebot vorzulegen". Das Angebot der Arbeitgeber, die Löhne dauerhaft um 0,9 Prozent zu erhöhen, sei das niedrigste, das die IG Metall je bekommen habe, sagte Hofmann der "Südwest Presse". Daneben umfasst der Vorschlag noch eine Einmalzahlung von weiteren 0,3 Prozent.

"Das ist eine Provokation und eine Kehrtwende der Lohnpolitik, die wir nicht mitmachen. Wer so vorgeht, ist offensichtlich zum Konflikt bereit", sagte Hofmann. Er halte es nicht für sinnvoll, "diese Aufwallung von vornherein zu inszenieren. Am Ende muss eine Zahl stehen, die beide Seiten in ihren Reihen vertreten müssen." Um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, wird kommende Woche wieder gestreikt.

Die IG Metall will Hofmann zufolge mit ihrer Forderung nach fünf Prozent Lohnerhöhung die Nachfrage stärken und für Wachstum und Beschäftigung sorgen. Auch die Europäische Zentralbank baue auf die Lohnpolitik, um Wachstumsimpulse zu setzen. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet in allen Bezirken am Donnerstag (28.4.) statt. Am Tag darauf läuft die Friedenspflicht aus. Danach sind auch Warnstreiks möglich.

dpa

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