"Schöne Arbeitswelt für Alte bleibt Mythos"

Mehr altersgerechte Arbeitsplätze gefordert

Berlin - Unternehmen und Politik müssen aus Sicht der IG Metall mehr tun, damit ältere Beschäftigte bis zur Rente fit bleiben. Notwendig seien mehr altersgerechte Arbeitsplätze.

Die Gewerkschaft forderte am Mittwoch eine neue öffentlich geförderte Alterszeit und weniger Einbußen beim vorzeitigen Ruhestand. „Die schöne neue Arbeitswelt für die Alten ist und bleibt ein Mythos“, sagte Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban. Je näher das Rentenalter rücke, desto geringer sei die Quote derer, die noch arbeiten. Notwendig seien mehr altersgerechte Arbeitsplätze, Notwendig seien mehr altersgerechte Arbeitsplätze, damit Beschäftigte länger durchhalten.

Die Gewerkschaft will die Rente zum Thema des Bundestagswahlkampfs machen. Die Altersversorgung ist für 79 Prozent der Deutschen bei der Wahlentscheidung wichtig oder sehr wichtig, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der IG Metall ergab. Nur 17 Prozent glauben demnach, dass ihre Rente sicher ist und dass die Bundesregierung den richtigen Kurs fährt. TNS Infratest hatte Anfang April 1031 zufällig ausgewählte erwachsene Bundesbürger telefonisch befragt.

Aus Sicht der Gewerkschaft müssen auch Selbstständige, Freiberufler und Beamte in die Rentenversicherung einzahlen. Die IG Metall geht davon aus, dass der Beitrag bis 2025 von heute 18,9 Prozent auf 22 Prozent steigt. Nach 2030 sei ein weiterer Anstieg um bis zu 1,5 Prozentpunkte möglich, sagte Urban.

dpa

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