Zoll gehen mehr gefälschte Produkte ins Netz

+

Brüssel - Die Zollfahnder schlagen immer öfter zu: An Europas Außengrenzen werden immer mehr gefälschte Pillen, Zigaretten oder Kinderpuppen sichergestellt.

115 Millionen nachgemachte Markenartikel zogen die Zollfahnder im vergangenen Jahr aus dem Verkehr. Das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor. Rund drei Viertel der gefälschten Produkte kamen aus China.

Der für Betrug zuständige EU-Kommissar Algirdas Semeta zeigte sich bei der Vorstellung der Zahlen am Dienstag in Brüssel besorgt über den Anstieg. Dadurch würden nicht nur die Unternehmen geschädigt. Nachgeahmte Lebensmittel, Pflegeprodukte oder Kinderspielzeug könnten auch eine “ernste Gefahr für Sicherheit und Gesundheit“ darstellen.

Alles teurer geworden: So viel mehr müssen Sie in 2012 jetzt bezahlen

Hohe Energiekosten treiben die Preise an: Beispielsweise ist der Preis von Heizöl um 13,9 Prozent gestiegen. © dpa
Auch für Strom zahlt man mehr: plus 7,1 Prozent. © dpa
Butter macht dick - und wer in Zukunft nicht 10,4 Prozent mehr zahlen will, verzichtet drauf. © dpa
Molkereiprodukte sind fast alle teurer geworden: Für Sahne zahlt man jetzt 12,9 Prozent mehr. © dpa
Bei Fleisch ist die Preiserhöhung nicht ganz so schlimm: 4,3 Prozent ist es teurer. © dpa
Gemüse ist dagegen billiger geworden: Für Kopf- oder Eisbergsalat zahlt man 39,3 Prozent weniger. © dpa
Tomaten sind 24,1 Prozent billiger. © dpa
Ein deutlicher Preisanstieg bei alkoholfreien Getränken von 7,4 Prozent soll vor allem durch die... © dpa
... Verteurung von Kaffee um 21,8 Prozent verursacht sein. © dpa
Bei den Dienstleistungen macht sich die neue Luftverkehrsabgabe bemerkbar: Flugtickets sind um 19,4 Prozent teurer. © dpa
Die Preise für Tabakwaren sind um 3,3 Prozent gestiegen. © dpa
Frauen können aufatmen: Schuhe  und Bekleidung sind nur um 3,1 Prozent teurer. © dpa

Die konfiszierten Waren hatten einen Wert von 1,3 Milliarden Euro. Ganz oben auf der Fälscherliste: Arzneimittel (24 Prozent), gefolgt von Verpackungsmaterial (21 Prozent) und Zigaretten (18 Prozent). Insgesamt 73 Prozent der imitierten Waren stammten aus China. Die meisten gefälschten Lebensmittel kamen aus der Türkei, die meisten alkoholischen Getränke aus Panama, die meisten Mobiltelefone aus Hongkong.

dapd

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen
Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen
Corona-Krise: Zahl der Privatinsolvenzen wird steigen
Corona-Krise: Zahl der Privatinsolvenzen wird steigen
VWN-Chef: "Schnell wieder hochfahren"
VWN-Chef: "Schnell wieder hochfahren"
Pauschalreisende darf bei Flugverspätung am Abflugort klagen
Pauschalreisende darf bei Flugverspätung am Abflugort klagen

Kommentare