Imtech-Pleite: Zwischenbericht zu Folgen für BER in zwei Wochen

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Rückt nun der Eröffnungstermin für den Hauptstadtflughafen BER in weite Ferne? Foto: Patrick Pleul

Was bedeutet die Pleite des Gebäudeausstatters Imtech Deutschland für den neuen Hauptstadtflughafen? Und gab es schon früher Hinweise auf die Insolvenz? Die Politik und die Flughafengesellschaft müssen sich bohrenden Fragen stellen.

Berlin/Potsdam (dpa) - Konsequenzen der Imtech-Pleite für den neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld werden voraussichtlich in zwei Wochen ansatzweise bekannt sein.

"Ein erster Zwischenbericht der Task Force soll innerhalb von 14 Tagen vorliegen", sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld dem "Tagesspiegel" und den "Potsdamer Neuesten Nachrichten".

Der Insolvenzantrag der deutschen Tochter des niederländischen Gebäudeausstatters Imtech war am vergangenen Donnerstag in Hamburg eingereicht worden. Laut Mühlenfeld ist Imtech eine der wichtigsten Baufirmen für die BER-Baustelle. Sie ist unter anderem für Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten zuständig. Nach dem Insolvenzantrag hatte Mühlenfeld eine aus Baufachleuten und Juristen bestehende "Task Force" eingesetzt, um die Folgen für den BER einschätzen zu lassen.

Eigentlich ist geplant, dass der Flughafen im zweiten Halbjahr 2017 öffnet. Der Flughafenchef sagte den Zeitungen: "Die bauliche Fertigstellung, die im März 2016 geplant war, wird sich verschieben." Ob das möglicherweise Auswirkungen auf die Gesamteröffnung hat, sei unklar.

Unterdessen forderte die CDU-Fraktion im Potsdamer Landtag von der Landesregierung und der Flughafengesellschaft sofortige Aufklärung. "Die sogenannte Schlüsselfirma auf dem Bau des BER ist insolvent - und keiner kann mir erzählen, dass nicht vorher bekannt war, dass die Firma in Zahlungsschwierigkeiten steckte", sagte der Verkehrsexperte der Fraktion, Rainer Genilke, in einer Mitteilung.

Der Geschäftsbericht der Flughafengesellschaft müsse hinterfragt werden, von einem Insolvenzrisiko bei Imtech sei dort keine Rede. Es sehe so aus, "als habe man dem Wirtschaftsprüfer wesentliche Details verschwiegen".

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