Insolvenzverwalter: Quelle nicht an "Heuschrecke" verkaufen

Düsseldorf - Der Primondo-Insolvenzbeauftragte Jörg Nerlich will die Arcandor-Versandhandelssparte nicht an einen Finanzinvestor verkaufen, der auf raschen Profit aus ist.

“Wir suchen keine 'Heuschrecke', die nur auf die schnelle Rendite schaut“, sagte Nerlich der “Wirtschaftswoche“ laut Vorabmeldung. “Finanzinvestoren sind nicht per se schlechte Investoren“, versicherte der Insolvenzverwalter. “Als 'Heuschrecken' würde ich auch nur solche Käufer bezeichnen, die den übernommenen Firmen übermäßige Schulden aufhalsen und Unternehmenswerte versilbern, um den Kaufpreis zu finanzieren.

Das kommt bei Primondo aber nicht infrage - und würde auch nicht funktionieren.“ Die Primondo-Gruppe werde auch nach einem Verkauf kein Selbstläufer sein. “Geld rausziehen geht also nicht“, sagte Nerlich. “Die Investoren sollten vielmehr zusätzliches Kapital mitbringen, um das Unternehmen auch nachhaltig aufzustellen. Es muss investiert werden.“ Eine Zerschlagung der Versandhausgruppe nach dem Verkauf mache wirtschaftlich keinen Sinn.

ap

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