Institut warnt vor neuem Abschwung

Berlin - Nach der schnellen Konjunkturerholung warnt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) vor einem neuen Abschwung und gibt ein vages Ziel aus.

Nach dem absehbaren Ende des Exportbooms müsse es darum gehen, bis 2012 einen sich selbst tragenden Aufschwung zu erzeugen, sagte der Direktor des Instituts, Gustav Horn, am Montag in Berlin.

Eine solche Entwicklung sei aber keineswegs sicher. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass die wichtigen EU-Staaten Deutschland, Frankreich und Italien zu rasch von Konjunkturprogrammen auf Sparkurs umschalten und so die Konjunktur ausbremsen. “Der Versuch, gegen die Konjunktur die Haushalte zu konsolidieren, wird scheitern“, sagte Horn.

Das IMK erwartet 2011 ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts von nur noch 1,9 Prozent nach 3,5 Prozent in diesem Jahr. Die deutsche Wirtschaft habe bereits 60 Prozent des Kriseneinbruchs wieder gutgemacht. Ende 2011 werde sich die Produktion wieder auf Vorkrisenniveau befinden, sagte Horn. Das IMK gehört zur Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

dpa

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