Verbindung in die Türkei

Irak schreibt Auftrag für Bau neuer Erdöl-Pipeline aus

Die irakische Regierung hat einen Auftrag für den Bau einer neuen Erdöl-Pipeline in die Türkei ausgeschrieben.

Bagdad - Mit der geplanten 350 Kilometer langen Pipeline soll Erdöl aus der nördlichen Provinz Kirkuk exportiert werden, wie das irakische Erdölministerium am Sonntag mitteilte. Regierungstruppen hatten im Herbst mit einer Militäroffensive gegen kurdische Kämpfer die Kontrolle über die ölreiche Provinz zurückgewonnen.

Die neue Pipeline mit einer geplanten Kapazität von mehr als einer Million Barrel pro Tag soll dem Verlauf einer in den 1980er Jahren gebauten Leitung folgen. Diese war durch Angriffe der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beschädigt worden.

Die neue Pipeline soll von der Ortschaft Baidschi bis zum türkisch-irakischen Grenzübergang Fischchabur führen. Von dort aus kann eine existierende Pipeline zum türkischen Hafen Ceyhan genutzt werden. Auch von den Ölfeldern in Kirkuk bis nach Baidschi gibt es eine intakte, 90 Kilometer lange Pipeline.

Die Ausschreibung ist an nationale und internationale Unternehmen gerichtet. Angebote müssen binnen eines Monats abgegeben werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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