IWF-Chef: Europa leidet weiter an Folgen der Krise

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Dominique Strauss-Kahn, der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Washington/Brüssel - Auch wenn aus der Wirtschaft immer mehr positive Meldungen kommen: IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn saieht Europa immer noch an den Folgen der Wirtschaftskrise leiden.

Trotz der wirtschaftlichen Talfahrt Irlands rechnet der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, nicht damit, dass die Eurozone schon bald den milliardenschweren Rettungsschirm aktivieren muss. “Das erwarten wir nicht“, sagte Strauss-Kahn dem “Handelsblatt“ (Freitag). Die Situation in Irland sei ganz anders als in Griechenland. “Aber wir sind bereit, wenn wir gebraucht werden.“

Wenige Tage vor Beginn der Herbsttagung von IWF und Weltbank warnt der 61-Jährige Franzose: “Ganz eindeutig leidet Europa massiv unter den Konsequenzen der Krise und ist noch nicht auf den normalen Weg zurückgekehrt.“ Dies gelte trotz der derzeit guten Wachstumszahlen auch für Deutschland.

Der Fonds sei derzeit ausreichend ausgestattet, sagte Strauss- Kahn. Allerdings: “Wenn in zwei, vier oder fünf Jahren die nächste Krise kommt, dann werden die Ressourcen, die wir jetzt haben, für die erste Runde genügen. Aber später wird man sehen, ob man noch mehr braucht.“

Die Washingtoner Finanzinstitution ist ein unverzichtbarer Partner der Europäer für ihren Rettungsschirm für klamme Staaten, der einen Umfang von 750 Milliarden Euro hat.

dpa

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