Jede zweite Frau geht vorzeitig in Rente

Berlin - Fast jede zweite Frau und gut 40 Prozent der Männer gehen vorzeitig in Rente und nehmen dabei hohe finanzielle Verluste in Kauf. Hintergrund sind unter anderem geringe Beschäftigungschancen für Ältere.

Dies meldete die “Bild“-Zeitung am Dienstag aus einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung. Danach gingen im Jahr 2009 insgesamt 41,2 Prozent der Männer vor dem 65. Lebensjahr in Altersrente. Im Schnitt wurde der Rentenbeginn um fast drei Jahre vorgezogen - nämlich um 32,78 Monate. Deshalb bekamen die Betroffenen im Schnitt 127,44 Euro weniger Rente im Monat. So hohe Abzüge habe es in den vergangenen vergangenen fünf Jahren nicht gegeben.

Nur im Jahr 2003 seien sie mit rund 130 Euro höher gewesen, schrieb das Blatt. Die Abzüge werden nach einer Formel berechnet. Sie sollen die Tatsache ausgleichen, dass die Rente länger gezahlt wird. Bei den Frauen gab es dem Zeitungsbericht zufolge gingen 48,7 Prozent vorzeitig in Rente - so viele wie noch nie zuvor. Der Renteneintritt lag im Schnitt 44,43 Monate vor dem 65. Lebensjahr, laut “Bild“ ebenfalls ein Höchstwert. Die Abschläge lagen mit 105,35 Euro im Monat ebenfalls höher als je zuvor bei den Frauen-Renten.

dapd

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