Jeder Fünfte will bei Zusatzbeitrag Kasse wechseln

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Kaum einer der Befragten meinte, ein Kassenwechsel brächte nichts.

Berlin - Fast jeder fünfte gesetzlich Versicherte will im Fall von Zusatzbeiträgen auf jeden Fall oder wahrscheinlich seine Krankenkasse wechseln.

Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Kasse BIG direkt gesund, deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur dpa am Sonntag in Berlin vorlagen. 7 Prozent würden auf jeden Fall wechseln, 12 Prozent würden dies wahrscheinlich tun. Weitere 19 Prozent würden eventuell ihre Kasse wechseln, falls sie Zusatzbeiträge erhebt. Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede je nach Alter. So würden 13 Prozent der 26- bis 35-Jährigen auf jeden Fall die Kasse wechseln, aber nur 5 Prozent der 56- bis 65-Jährigen.

Insgesamt sagten nur 6 Prozent der Befragten spontan, ein Kassenwechsel brächte nichts, weil ohnehin alle die Beiträge erhöhen würden. Nur wenige Versicherte zeigten Verständnis für die angespannte Finanzlage der Kassen. Lediglich 23 Prozent können die Erhebung von Zusatzbeiträgen nachvollziehen, während drei Viertel kein Verständnis dafür aufbringen.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte vom 26. bis 28. Januar 1005 gesetzlich krankenversicherte Erwachsene repräsentativ befragt. Kurz zuvor hatten die DAK und weitere Kassen Zusatzbeiträge in Höhe von acht Euro pro Monat angekündigt. Den Obolus dürfen Kassen erheben, die mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen. Die BIG direkt kündigte an, auf Zusatzbeiträge zu verzichten.

dpa

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