Verursacher angeblich gefeuert

Frau findet unfassbare Notiz in einem Amazon-Paket

London - Sie wollte bei Amazon lediglich ein Weihnachtsgeschenk für ihre Nichte bestellen, doch was sie in dem Paket fand, machte sie sprachlos. Ein Ausdruck antisemitischer Boshaftigkeit. 

Eine Londonerin, Mitte dreißig, hat bei Amazon ein Geschenk für ihre Nichte bestellt. Nichts Außergewöhnliches - eigentlich. Als die Britin das Paket öffnete, fand sie nach eigenen Angaben auf dem bestellten Spielzeug einen Zettel mit der Aufschrift „Greetings from Uncle Adolf“ („Grüße von Onkel Adolf“). 

Der Vorfall an sich ist schon schlimm genug, doch die Britin fühlt sich persönlich angegriffen. Sie ist Jüdin. Freunde berichten laut Daily Mail, sie sei völlig aufgewühlt gewesen und habe am ganzen Körper gezittert, als sie die Nachricht bekam. Gegenüber der britischen Zeitung erklärte die Frau zudem, dass sie so geschockt gewesen sei, dass sie zwei Tage nicht zur Arbeit gehen konnte. Wie ihre Freunde weiter berichten, engagiere sich die Britin sozial sowohl für Juden als auch für Nicht-Juden, deswegen habe der Schock sie besonders schwer getroffen.

Amazon soll laut Aussagen der Freunde den Fall nicht ernst genommen haben. Erst als sich der Vorfall in sozialen Netzwerken verbreitete und Amazon angeprangert wurde, reagierte das Unternehmen angeblich. Der betroffene Mitarbeiter soll inzwischen gekündigt worden sein. Die britische Polizei hat inzwischen Ermittlungen gegen den jungen Mann aufgenommen. 

Der Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits am 22. Dezember 2016. Ein Sprecher der Polizei erklärte gegenüber unserem Nachrichten-Portal, dass der Vorfall als Verbrechen, das aus [Rassen]Hass oder Vorurteilen begangen wurde, behandelt werde. Zunächst sei allerdings noch niemand festgenommen worden, die Ermittlungen würden noch andauern.

snacktv

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Uber vertuschte Daten-Diebstahl bei 57 Millionen Nutzern
Uber vertuschte Daten-Diebstahl bei 57 Millionen Nutzern
Deutsche sind Bargeldkönige der Eurozone
Deutsche sind Bargeldkönige der Eurozone
Draghi: Zeit noch nicht reif für Ende des billigen Geldes
Draghi: Zeit noch nicht reif für Ende des billigen Geldes
Cockpit will Tarifverhandlungen für deutsche Ryanair-Piloten
Cockpit will Tarifverhandlungen für deutsche Ryanair-Piloten

Kommentare