Edel- und Sporthäusern betroffen

Diamantenhändler steigt bei Karstadt ein

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Diamantenhändler Beny Steinmetz (57) soll Anteile an Karstadt-Luxushäusern wie dem Oberpollinger übernehmen.

München - Einer der reichsten Männer Israels soll bei Karstadt einsteigen! Das Manager Magazin meldet, dass Diamantenhändler Beny Steinmetz (57) Anteile an der Warenhauskette übernehmen will.

Er soll die Anteile vom österreichischen Immobilieninvestor Rene Benko bekommen. Dessen Firma Signa hatte Mitte September die Mehrheit von 75,1 Prozent an den Karstadt Edel- und Sporthäusern übernommen – davon soll Steinmetz jetzt die Hälfte übernommen haben. Außerdem könnte Steinmetz zusätzlich über eine Option auch bei den 83 Karstadt-Stammhäusern einsteigen.

Benkos Signa-Gruppe kommentiert: „Die BSG-RE (eines der Unternehmen von Steinmetz, die Red.) ist seit fast einem Jahr einer von zahlreichen Investoren bei der Signa-Gruppe. Dies wurde in einer Pressemitteilung bereits am 18. Januar 2013 bekannt gegeben. Es ist also nicht richtig, dass ‚nun‘ Anteile ‚weitergereicht‘ oder verkauft würden.“

Bevor Benko eingestiegen ist, lagen die Kaufhäuser in den Händen des US-deutschen Investors Nicolas Berggruen. Das Manager Magazin beruft sich auf eine Aufsichtsratsvorlage der Signa Holding. Dem Bericht zufolge besitzen Signa und Steinmetz die Option, auch 75,1 Prozent der Karstadt-Stammgesellschaft mit den 83 klassischen Warenhäusern zu übernehmen. Diese Option könne für den symbolischen Preis von einem Euro ausgeübt werden. Berggruen würde dann an allen drei Karstadt-Gesellschaften nur noch 24,9 Prozent besitzen. Signa gehören 21 Karstadt-Immobilien.

Steinmetz gehört laut Forbes mit einem geschätzten Vermögen von 4,1 Milliarden Dollar zu den 500 wohlhabendsten Menschen der Welt. „Nur der Himmel ist die Grenze“, dieser Satz gelte nicht für ihn, heißt es auf seiner persönlichen Webseite. Denn für ihn sei der Himmel höchstens der Anfang. Sein unüberschaubares Firmennetzwerk kämpft dabei auch mit harten Bandagen. Aktuell hat Steinmetz Ärger mit der US-Justiz. Die ermittelt wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit den Schürfrechten für eines der größten Eisenerzgebiete der Welt im westafrikanischen Guinea.

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