In Einzelheiten noch "weit auseinander"

Karstadt einigt sich mit Verdi auf Tarifbindung

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Vertreter der Gewerkschaft Verdi demonstrieren im Sommer vor einer Karstadt-Filiale in Berlin (Archivfoto).

Hamburg - Der angeschlagene Warenhauskonzern hat sich mit der Gewerkschaft Verdi darauf verständigt, zu einer Tarifbindung im Einzelhandel zurückzukehren.

Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt will nach Gewerkschaftsangaben zur Tarifbindung des Einzelhandels zurückkehren. Karstadt und Verdi hätten sich auf "wesentliche Bausteine eines gemeinsamen Zukunftssicherungstarifvertrags verständigt", teilte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag in Berlin mit. Karstadt war im Mai aus der Tarifbindung ausgestiegen, um Kosten zu sparen.

Mit dem Ausstieg aus der Tarifbindung des Einzelhandels entfielen für die rund 20.000 Beschäftigten des Warenhauskonzerns unter anderem bis 2015 Gehaltserhöhungen, die tarifvertraglich vereinbart sind. Im August, drei Monate nach dem Ausstieg, gab es aber bereits wieder "informelle Sondierungsgespräche" zwischen Karstadt und Verdi. Die erste Verhandlungsrunde begann Ende September. Sie blieb wie die zweite im Oktober ohne Ergebnis. Die dritte Verhandlungsrunde, die am Montag begonnen hatte, brachte nun nach Gewerkschaftsangaben den "ersten konkreten Schritt hin zur Lösung des Konflikts", wie Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes erklärte.

Der neue Zukunftssicherungstarifvertrag soll nach Angaben von Verdi neben der Rückkehr in die Tarifbindung auch eine Beschäftigungs- und Standortsicherung enthalten. In der Frage der Rückkehrmodalitäten in die Lohn- und Gehaltstarifverträge des Einzelhandels "sind wir allerdings noch weit auseinander", so Peukes. "Das wird noch eine harte Nuss."

Vertreter von Karstadt und Verdi hatten seit Montag in einer dritten Verhandlungsrunde in Frankfurt am Main über die Rückkehr zur Tarifbindung verhandelt. Die Beschäftigten von Karstadt hatten nach den ersten beiden Verhandlungsrunden, die ohne Ergebnis geblieben waren, mit Streiks und Betriebsversammlungen Druck auf die Geschäftsführung ausgeübt.

afp

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