Karstadt-Interessent Triton fordert Zugeständnisse

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Eine Kundin betritt die Karstadt Filiale in Dortmund .

Essen - Der deutsch-schwedische Finanzinvestor Triton hat sein Kaufangebot für die insolvente Warenhauskette Karstadt an Bedingungen geknüpft.

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Triton legt Angebot für Karstadt vor

“Das Konzept sieht weitere Konzessionen bei den Mitarbeitern und den Vermietern vor“, sagte ein Triton-Sprecher am Samstag der dpa und bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“. Zum einen geht es demnach um die in der Branche als zu großzügig geltenden Regelungen mit den Arbeitnehmern. Die Tarifverträge seien so nicht haltbar. Außerdem verlange Triton, die Mieten der Kaufhäuser weiter zu reduzieren.

“Wir wollen sanieren, nicht abwickeln“, sagte der Triton-Sprecher. Das Unternehmen glaube an das Potenzial von Karstadt. Voraussetzung sei aber, dass “sich alle noch mal bewegen“. Triton habe seinem Angebot ein strategisches Konzept beigefügt und wolle “nicht mit verdeckten Karten spielen“, betonte der Sprecher. Angesichts der 25 000 Karstadt-Beschäftigten dürfe man sich keine Zweideutigkeit leisten.

Goldman Sachs soll Karstadt-Übernahme erwägen

Die Mehrzahl der verbliebenen 120 Karstadt-Filialen gehört dem Immobilienfonds Highstreet der Investmentbank Goldman Sachs, die seit der Insolvenz einer der größten Gläubiger Karstadts ist. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hatte im Vorfeld ausgehandelt, dass Highstreet für einen potenziellen Käufer bereits auf Mieteinnahmen in Höhe von 150 Millionen Euro verzichten würde. Allerdings soll auch Goldman Sachs selbst inzwischen mit dem Gedanken spielen, Karstadt zu übernehmen. Der endgültigen Abschluss des Verkaufsprozesses ist bis zum 30. September geplant.

Die 25 000 Karstadt-Beschäftigten sowie Vermieter und Dienstleister hatten sich bereits im Insolvenzplan zu Einschnitten in Millionenhöhe bereiterklärt. Die Karstadt-Gläubiger sollen auf bis zu 97 Prozent ihrer angemeldeten Forderungen von 2,7 Milliarden Euro verzichten.

dpa

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