Kartellamt verhängt Millionenbuße gegen Ciba Vision

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Das Bundeskartellamt hat eine Millionenstrafe gegen den Kontaktlinsenhersteller Ciba Vision verhängt.

Bonn - Das Bundeskartellamt hat gegen den führenden Anbieter von Kontaktlinsen in Deutschland, Ciba Vision, ein Bußgeld in Höhe von 11,5 Millionen Euro verhängt.

Dem Unternehmen werde vorgeworfen, den Internethandel mit Kontaktlinsen der eigenen Marke rechtswidrig beschränkt und wettbewerbswidrig Einfluss auf die Verkaufspreise der Internethändler genommen zu haben, berichtete das Kartellamt am Freitag. Ciba Vision bestreite die Vorwürfe, habe aber angekündigt von Rechtsmitteln abzusehen, erklärte die Behörde. Auf Kritik stießen bei den Wettbewerbshütern vor allem Vereinbarungen des Marktführers über den Ausschluss des Internethandels und insbesondere zur Verhinderung des eBay-Handels mit bestimmten Kontaktlinsen.

Als rechtwidrig und wettbewerbsbeschränkend bewertete das Kartellamt außerdem Maßnahmen von Ciba Vision zur “Preispflege“. Zur Überwachung und Kontrolle von Verkaufspreisen der Händler im Internet habe das Unternehmen eine eigenes Überwachungs- und Interventionssystem unterhalten, berichtete die Behörde. Gleich mehrere Personen seien mit der Beobachtung der Preisentwicklung im Internet befasst gewesen.

Behörde rügt “Preispflege“

“Unterschritten die Wiederverkaufspreise einzelner Händler die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) über ein gewisses Maß hinaus, nahmen Mitarbeiter der CIBA Vision mit diesen Internethändlern Kontakt auf und versuchten in vielen Fällen erfolgreich, diese zu einer Anhebung ihre Abgabepreise zu bewegen“, rügten die Kartellwächter. Ein solches Vorgehen sei nach Auffassung der Beschlussabteilung des Kartellamtes unzulässig.

AP

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