Katar wird VW-Großaktionär

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Das Scheichtum Katar hat seine Beteiligung am Volkswagenkonzern auf 17 Prozent aufgestockt.

Wolfsburg - Das Scheichtum Katar hat seine Beteiligung am Volkswagenkonzern auf 17 Prozent aufgestockt. Bisher lag der Anteil bei etwas unter 7 Prozent.

Katar nutzte für die Aufstockung nach einer Mitteilung vom Freitag Aktienoptionen, die das Land vor Monaten vom Sportwagenbauer Porsche übernommen hatte. Porsche wollte mit den Aktienoptionen ursprünglich VW schlucken, verhob sich aber dabei. Die Optionen mussten dann unter Milliardenverlusten an Katar verkauft werden. Der Wüstenstaat bekommt außerdem einen Sitz im Aufsichtsrat der Porsche-Holding. Das Emirat war im August bei der als Folge des Angriffs auf VW völlig überschuldeten Porsche-Holding eingestiegen.

Diese Beteiligung soll sich künftig in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates widerspiegeln. Hans-Peter Porsche werde seinen Platz räumen, erklärte das Unternehmen. Porsche war mit seinem Einstieg bei Volkswagen im Sommer gescheitert. VW übernahm Anfang des Monats in einem ersten Schritt 49,9 Prozent an der Porsche AG, der Sportwagentochter der Holding. Der Kaufpreis betrug 3,9 Milliarden Euro. 2011 sollen die beiden Konzerne ganz verschmolzen werden und Porsche als zehnte Marke unter dem Dach von VW weiterleben.

Haupteigentümer des VW-Konzerns werden langfristig die Porsche-Eigentümerfamilien Porsche und Piech sein, sowie das Land Niedersachsen und Katar. Die Familien sollen am Ende der Übernahme nach früheren Angaben zwischen 35 und 39 Prozent des neuen Autokonzerns halten, Niedersachsen knapp über 20 Prozent und Katar etwa 17 Prozent.

dpad

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