Konjunktur in Bayern abgekühlt

München - Die bayerische Wirtschaft schwächelt. Die Erwartungen beim Wachstum und bei der Beschäftigung sind zurückgegangen. Dennoch befürchten Experten keine Rezession.

„Für die kommenden Monate gehen wir von einer weiteren Eintrübung aus, eine Rezession befürchten wir aber nicht“, sagte der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW), Randolf Rodenstock, am Freitag in München. Die Abkühlung der Konjunktur sei seit längerem erwartet worden und inzwischen eingetreten. Der Index fiel im Herbst im Vergleich zum Frühjahr um 29 auf 105 Punkte.

Die aktuelle Lage befindet sich den Angaben zufolge trotz eines Rückgangs „auf einem ansehnlichen Niveau“. Allerdings sind die Erwartungen sowohl beim Wachstum als auch bei der Beschäftigung zurückgegangen. „Der Trend zeigt eindeutig nach unten“, sagte Rodenstock. Die Binnennachfrage ist laut Mitteilung stabil, die Exporte in den Euroraum, vor allem in die krisengeschüttelten Länder Südeuropas, stagnierte.

Nach deutlichen Tariflohnsteigerungen im Jahr 2012 forderte der VBW-Präsident, wieder zu einer moderaten Lohnpolitik zurückzukehren. Zudem warnte er vor der Einführung eines allgemeinen Mindestlohnes. Als „Herkulesaufgabe“ bezeichnete Rodenstock die Energiewende. Das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) müsse dringend reformiert werden, das EEG sei der Haupttreiber des Strompreises. „Eine weitere Verteuerung wäre Gift für den Industriestandort Bayern. Deshalb brauchen wir weiterhin die Ausnahmeregelung für energieintensive Betriebe.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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