Polizei stoppt verdächtige Person - Kölner Dom evakuiert

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Messe: Jedes sechste Spielzeug mangelhaft 

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312 von gut 2000 begutachteten Produkten hätten nicht den Anforderungen entsprochen, sagte Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer ( CSU) am Montag.

Nürnberg - Spielzeuge sollen Kindern Freude bringen. Doch manchmal bergen das Kuscheltier oder die Schaukel Gefahren - oftmals für Eltern unsichtbar. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse haben Kontrolleure jedes sechste Produkt bemängelt.

Etwa jedes sechste kontrollierte Spielzeug auf der Nürnberger Spielwarenmesse hatte Sicherheitsmängel. 312 von gut 2000 begutachteten Produkten hätten nicht den Anforderungen entsprochen, sagte Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) am Montag. Der Anteil lässt sich allerdings nicht auf sämtliche Spielsachen der Messe - rund eine Million - verallgemeinern: Die Kontrolleure suchen bei Herstellern, bei denen sie Mängel vermuten.

Diesmal fanden sie weniger als im vergangenen Jahr, als noch jedes vierte kontrollierte Produkt auffiel. Die meisten Spielsachen gerieten wegen unzureichender Kennzeichnung und Warnhinweise in die Kritik. Allerdings gab es auch einige schwere Mängel. Dazu zählte eine Tierfigur, die bei Kontakt mit Wasser um das Sechsfache statt der erlaubten 50 Prozent aufquoll - mit gravierenden Folgen im Falle des Verschluckens.

Die Neuheiten auf der Spielwarenmesse

Neuheiten Spielwarenmesse Nürnberg
Auf der Spielwarenmesse "International Toy Fair 2011" in Nürnberg werden die Neuheiten des Jahres vorgestellt. Hier der Foto-Ball der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft des deutschen Herstellers Xtrem Toys & Sports. © dpa
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Mit dem Foto-Ball sind die Stars der Nationalmannschaft bei jedem Spiel dabei. © dpa
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Ein Mitarbeiter des Schweizer Herstellers Xibambam präsentiert ein Laufrad aus Bambus. © dpa
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Angelika präsentiert das ferngesteuerte Auto "Red Bull RC Formel 1" des Herstellers Dickie Toys. © dpa
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Auf der Suche nach Fingerabdrücken auf einer Glasscheibe präsentieren drei Kinder den Experimentierkasten "ScienceX Spurensicherung am Tatort" von Ravensburger. © dpa
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Der Experimentierkasten macht Kinder zu Detektiven. © dpa
Neuheiten Spielwarenmesse Nürnberg
Der Golden Retriever Sandy schnuppert am "Cookie" des Herstellers FurReal Friends. Das interaktive elektronische Plüschtier reagiert mit Geräuschen oder Mimik auf seine Umwelt. © dpa
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Auf der Spielwarenmesse "International Toy Fair 2011" in Nürnberg werden die Neuheiten des Jahres vorgestellt. © dpa
Neuheiten Spielwarenmesse Nürnberg
Das Tosy Robotics Flugobjekt "Tosy's Toop". © dpa
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Das Tosy Robotics Flugobjekt "Tosy's Toop". © dpa
Neuheiten Spielwarenmesse Nürnberg
Model Selina spielt am Stand des Herstellers Playmobil mit dem "Prinzessinenschloss". © dpa
Neuheiten Spielwarenmesse Nürnberg
Mittels eines iPhones steuert ein Mitarbeiter von Märklin mehrere Lokomotiven. Mit einem neuen Märklin App ist es möglich, bis zu 16 Lokomotiven einer Modellbahn zu steuern. © dpa
Neuheiten Spielwarenmesse Nürnberg
Immer noch Kult: Barbies Freund Ken von Mattel. © dapd

Ein von einem Modellbahnhersteller verschenkter Sekundenkleber warnte nur auf Englisch vor dem blitzartigen Fixieren, und eine Kinderlampe hatte einen Anschluss für 230 statt der erlaubten 24 Volt. In diesem Jahr seien die 42 Mitarbeiter der Marktaufsicht weniger kontrollierend als beratend tätig gewesen, sagte Haderthauer mit Blick auf die EU-Spielzeugrichtlinie, die im Sommer in Kraft tritt. Die Richtlinie selbst müsse vor allem bei krebserregenden Stoffen verschärft werden, forderte sie.

Sie plädierte zudem erneut dafür, das deutsche GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit europaweit auszudehnen. Das bisherige CE-Zeichen setze nur auf eine Eigenauskunft der Hersteller. “Diese Appelle an die Eigenverantwortung mögen in Deutschland und Europa sinnvoll sein, je mehr wir aber in andere Kulturen und Billiglohnländer gehen, desto mehr wird das Ganze ungehört verhallen.“

dpa

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