Kreditkarten-Skandal: Banken fordern Schadenersatz

+
Eine Visa-Karte steckt in einem Lesegerät: Die deutschen Banken verlangen von den Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard eine finanzielle Beteiligung an den Schäden, die durch den Sicherheitsskandal entstanden sind.

Frankfurt/Main - Die deutschen Banken verlangen von den Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard eine finanzielle Beteiligung an den Schäden, die durch den Sicherheitsskandal entstanden sind.

Außerdem kritisierten die Institute die mangelhafte Kommunikationspolitik beider Unternehmen in den vergangenen Tagen. Dies geht aus einem Schreiben des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) an die Kreditkartenriesen hervor, das dem “Handelsblatt“ (Freitag) vorliegt. Im ZKA sind die Verbände von Sparkassen, Genossenschaftsbanken und privaten Banken vertreten.

Das Schreiben belegt, wie verärgert die Banken darüber sind, dass in der Öffentlichkeit allein sie für den Sicherheitsskandal verantwortlich gemacht wurden. “Wir halten es angesichts der hohen Sicherheitsphilosophie und -aufwendungen der deutschen Kreditkartenemittenten unter anderem für die Chipausstattungen ihrer Karten nicht mehr länger für hinnehmbar, sowohl materiell als auch imagemäßig für die Versäumnisse anderer, am internationalen Mastercard-System Beteiligter in anderen Ländern einstehen zu müssen, heißt es laut “Handelsblatt“ in dem Schreiben. “Wir bitten daher insbesondere auch um kurzfristige Mitteilung, wie gegenüber den deutschen Kartenemittenten die Erstattung der ihnen entstandenen erheblichen Schäden erfolgen wird.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Air Berlin ist insolvent - Das passiert mit gültigen Flugtickets
Air Berlin ist insolvent - Das passiert mit gültigen Flugtickets
Immer mehr Zwischenfälle: Ryanair plant radikalen Schritt
Immer mehr Zwischenfälle: Ryanair plant radikalen Schritt
Studie für Geringverdiener: So unfair ist das Steuersystem
Studie für Geringverdiener: So unfair ist das Steuersystem
Fipronil-Skandal: Ausmaß offenbar weitaus größer als angenommen
Fipronil-Skandal: Ausmaß offenbar weitaus größer als angenommen

Kommentare