Polen kritisiert Ratingagentur S&P wegen Herabstufung

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Polens Finanzminister Pawel Szalamacha in Brüssel. Foto: Olivier Hoslet/Archiv

Warschau/London (dpa) - Der polnische Finanzminister Pawel Szalamacha hält die Herabstufung der Kreditwürdigkeit seines Landes für "unverständlich" und wirft der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) politische Motive vor.

In einer vom Warschauer Finanzministerium veröffentlichten Stellungnahme nannte er die Entscheidung von S&P am Samstag enttäuschend und im "Widerspruch zu anderen Agenturen". Der Zustand der polnischen Wirtschaft sei gut.

S&P hatte am Freitag eine schlechtere Note für Polens Bonität mit der umstrittenen Politik der neuen nationalkonservativen Regierung begründet. Die Einschätzung des Landes sinkt um eine Stufe von "A-" auf "BBB+".

Der Ausblick für das Rating ist laut der Agentur zudem negativ, was weitere Abstufungen möglich macht. Der S&P-Beschluss führte zu einem Kurseinbruch des polnischen Zloty, der in den vergangenen Tagen bereits den tiefsten Stand seit Jahren im Verhältnis zum Euro und US-Dollar sowie anderen Währungen erreicht hatte.

Finanzministerium

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