Kult-Werbetier

Charly kommt zurück: Trigema-Werbung wird wieder affig

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Trigema-Chef vor einem Poster mit dem Werbeaffen Charly im Jahr 2009

München - Im letzten Trigema-Werbespot hatte das bekannte Werbe-Maskottchen, der Affe Charly, Sendepause. Doch die Karriere des Kult-Schimpansen ist nicht vorbei.

Trigema-TV-Werbung ohne den Affen Charly - eigentlich nicht vorstellbar. Trotzdem hatte sich Firmeninhaber Wolfgang Grupp entschieden, den jüngsten Werbespot des Unternehmens ohne den Schimpansen zu drehen. Offenbar reagierte der Trigema-Chef damit auf die Kritik von Tierschützern, die, so Grupp, „Filme mit lebenden Affen für Tierquälerei halten“. 

Aus Tierschutzgründen also das Aus für Charly? Nein. Denn wie Grupp gegenüber der Welt verriet, feiert der Affe ein Werbe-Comeback. Und zwar nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Pixeln als 3-D-Animation. 

Nüsse für die Lippenbewegung

Der echte Charly wird bald von einem 3-D-Animations-Affen abgelöst.

Seit 1990 flimmerte Charly kurz vor der Tagesschau in den Trigema-Werbespots über die Bildschirme der Nation. Immer ganz simpel mit einer tiefen männlichen Stimme unterlegt. Damit Charly fleißig seine Lippen bewegte, bekam er immer Nüsse in den Mund, die er dann - kleiner Wortwitz - genüsslich kaute. „Es musste lediglich das Firmenlogo eingeblendet und ein passender Text aufgenommen werden“, heißt es von Trigema. 

Der Textilhersteller freute sich, dass in den 90er Jahren dann die Serie „Unser Charly“ den Wiedererkennungswert der Trigema-Werbung steigerte. Charly hier, Charly da, im Abendprogramm kam fast niemand um den Schimpansen herum. Der Affe wurde zum Firmenmaskottchen weiterentwickelt und guckte fortan von T-Shirts, Kaffeetassen, Tüten und Aufklebern.  

Ein Großkonzern hatte damals Charly als Figur in einem Werbespot angelehnt. Der Clip-Produzent bot die Idee daraufhin Trigema an. Als Werbe-Dauerläufer passt Charly übrigens gut zu Firmeninhaber Wolfgang Grupp. Der denkt mit seinen 74 Jahren auch noch nicht ans Aufhören. 

mb

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