Zinstief drückt auf Erträge

LBS Bayern streicht mehr Jobs als bisher gedacht

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 München - Die LBS Bayern legt wegen der Belastungen durch das Zinstief bei ihren Sparbemühungen nach und streicht auch weitere Jobs.

Bis Ende 2017 sollen 90 der 630 Arbeitsplätze durch Fluktuation und Vorruhestands-Vereinbarungen wegfallen, erklärte der bayerische LBS-Chef Franz Wirnhier am Mittwoch in München. Zuletzt war lediglich von 50 Stellen bis 2016 die Rede gewesen. Auch die Sachkosten will die Landesbausparkasse weiter senken, nämlich bis Ende 2017 um jährlich acht Millionen Euro.

Ende vergangenen Jahres hatte die LBS Bayern erstmals in ihrer mehr als 80-jährigen Geschichte einen Stellenabbau und massive Einsparungen angekündigt. Sie litt angesichts der historischen Niedrigzinsen unter vergleichsweise hoch verzinsten Altverträgen und hatte tausende davon unter Kundenprotesten gekündigt.

Die Belastungen drückten im vergangenen Jahr auch auf die Ergebnisse: Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge sackte im Vergleich zum Vorjahr um fast 35 Millionen auf 20,3 Millionen Euro ab, und auch in diesem Jahr dürfte es weiter abwärts gehen, wie Wirnhier sagte. Unter dem Strich stand 2014 ein Jahrsüberschuss von Null.

„Im Einklang mit unserem Verwaltungsrat und unserer Gesellschafterversammlung haben wir in unserem Jahresabschluss 2014 maximale Vorsorge getroffen für mögliche künftige Belastungen aus der europäischen Nullzins-Politik“, erklärte Wirnhier. Hoffnungen macht aber das Neugeschäft, das auch im laufenden Jahr zulegen dürfte. „Unser Jahresabsatzziel von 8,3 Milliarden Euro können wir erreichen“, sagte Wirnhier.

dpa

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