LBS: Erste Erholungstendenzen im Wohnungsbau

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Zweistellilge Wachstumsraten erwartet die Landesbausparkasse für den Wohnungsbau im Jahr 2010.

Berlin - Nach jahrelangen Rückgängen im deutschen Wohnungsbau sehen die Landesbausparkassen 2009 erste Erholungstendenzen. Für das letzte Quartal 2009 und auch für das nächste Jahr werden  wieder zweistellige Wachstumsraten erwartet.

Sie prognostizieren bei den Baugenehmigungen für das vierte Quartal des laufenden Jahres und auch für 2010 erstmals wieder zweistellige Wachstumsraten, wie Verbandsdirektor Hartwig Hamm am Mittwoch in Berlin mitteilte. Als Ursachen nannte er die abklingende Unsicherheit potenzieller Bauherren nach der Krise und das allmähliche “Greifen“ der Riester-Förderung für Wohneigentümer.

Das Statistische Bundesamt hatte Mitte November mitgeteilt, die Zahl der Baugenehmigungen bei Wohngebäuden sei in den ersten neun Monaten um 1,2 Prozent zurückgegangen. Hamm sagte, in diesem Jahr rechne man mit 176.000 Einheiten. Der tatsächliche Neubaubedarf sei im übrigen noch weitaus höher als die 195.000 genehmigten Wohnungen (plus elf Prozent), die für 2010 zu erwarten seien.

Das wäre der höchste Wert seit vier Jahren, er läge aber immer noch 20 Prozent unter dem Niveau der Jahre 2005/2006. Er verwies darauf, dass nach einer LBS-Umfrage vom Jahresbeginn die Mehrheit der deutschen Wohnungsbauexperten einen jährlichen Bedarf in der Größenordnung von 270.000 bis 350.000 Einheiten sehen - mindestens 50 Prozent mehr als die aktuellen Werte.

Der internationale Vergleich zeige zudem, dass in allen Nachbarstaaten die Wohnungsneubauintensität mindestens doppelt so hoch sei wie hierzulande. Dass diese Faktoren sich auf Dauer auch stärker in der Bautätigkeit niederschlagen, dafür sprächen nach den Worten des LBS-Direktors das nach wie vor extrem niedrige Zinsniveau und die auch im internationalen Vergleich günstigen Immobilienpreise.

AP

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