Fusion rückt näher

Linde erreicht Etappe bei Praxair: 64,5 Prozent Anteile angedient

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Shakehands: Linde-CEO Aldo Belloni, Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle und Praxis-CEO Steve Angel (v.l.n.r.) im Juni

Die Fusion zwischen Linde und dem Konkurrenten Praxair rückt näher. Am Dienstag haben die Konzerne eine wichtige Hürde genommen.

München - Der Gasekonzern Linde ist der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair ein gutes Stück nähergekommen. Bis Mittag dienten Linde-Aktionäre 64,50 Prozent der Aktien bei der neuen Holdinggesellschaft Linde plc an, wie die Fusionspartner am Dienstag mitteilten. Linde hatte erst am Vortag wegen des schleppenden Verlaufs die Mindestannahmeschwelle von 75 auf 60 Prozent gesenkt und die Frist um zwei Wochen bis zum 7. November verlängert. Ursprünglich sollte sie am heutigen Dienstag auslaufen.

Im Zuge des Deals sollen Anteilseigner pro eingereichter Linde-Aktie 1,54 Papiere der neuen Dachgesellschaft erhalten. Anfang Juni hatte der Linde-Aufsichtsrat die Fusion mit Praxair besiegelt. Die meisten Arbeitnehmervertreter hatten dagegen gestimmt.

Mit 27 Milliarden Euro Umsatz, 66 Milliarden Euro Börsenwert und 80.000 Mitarbeitern würde der neue Gasekonzern den französischen Konkurrenten Air Liquide als Weltmarktführer ablösen. Die Linde- und die Praxair-Aktionäre sollen je die Hälfte der Anteile am neuen Konzern bekommen. Der Abschluss des Geschäfts wird Ende 2018 erwartet.

Praxair-Fusion: Was Linde-Aktionäre jetzt wissen müssen

dpa

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